Deutschlandpremiere
"Ich hasse Shakespeare!": Die Festspielstadt probt jetzt für den Broadway-Hit
Fotos: Carina Jirsch
12.05.2026 / BAD HERSFELD -
"Ich hasse Shakespeare!" - mit diesem Satz beginnt nicht nur das Musical "Something Rotten!", sondern auch die heiße Probenphase für eine der wohl außergewöhnlichsten Produktionen der diesjährigen Bad Hersfelder Festspiele. Offiziell ab Montag arbeitet das Ensemble in Bad Hersfeld intensiv an der Deutschlandpremiere des Broadway-Erfolgs, der ab dem 27. Juni in der Stiftsruine aufgeführt wird.
Und schon beim ersten Zusammentreffen wurde deutlich: Die Vorfreude auf das Musical ist riesig. Schauspieler, Sänger, Tänzer, Musiker und das Kreativteam kamen erstmals vollständig zusammen. Bürgermeisterin Anke Hofmann sprach dabei von einem ganz besonderen Moment: "Schön, dass wir nun vollzählig sind. Das ist etwas ganz Besonderes." Gleichzeitig betonte sie die emotionale Bedeutung der Festspiele für Bad Hersfeld: "Die Festspiele sind für mich weit mehr als ein kulturelles Programm - sie sind das Herzstück unserer Stadt."
Das Broadway-Musical kommt nach Bad Hersfeld
"Something Rotten!" gilt als rasante Musical-Komödie voller Wortwitz, Musik und parodistischer Seitenhiebe auf William Shakespeare. Die Geschichte spielt im London des 16. Jahrhunderts und dreht sich um die Brüder Nick und Nigel Bottom, die als Theatermacher verzweifelt versuchen, sich gegen den übermächtigen Erfolg eines gewissen William Shakespeare zu behaupten. Als ihr Geld knapp wird und der Druck steigt, suchen sie Hilfe bei einer Wahrsagerin - und stoßen dabei auf eine völlig verrückte Idee.Die Arbeit läuft auch Hochtouren
Musikalisch liegt die Produktion erneut in den Händen von Christoph Wohlleben, der seit vielen Jahren die großen Musicalproduktionen der Festspiele prägt. Unterstützt wird er von Choreographin Kim Duddy, die einst selbst am Broadway tanzte und mit internationalen Größen der Musicalwelt zusammenarbeitete. "Größer als jeder einzelne von uns"
Anke Hofmann hob zudem die besondere Atmosphäre hervor, die während der Proben entstehe: "Man spürt, wie aus Menschen langsam ein Ensemble wird." Gerade das passe perfekt zu "Something Rotten!", erklärte die Bürgermeisterin: "Es bringt große Spielfreude auf die Bühne. Es passt zu einer Zeit, in der wir alle wieder Lust auf Leichtigkeit haben."Dieser Text wird später mit einer ausführlichen Bildergalerie aktualisiert. (Constantin von Butler) +++
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