Große Bühne, großes Vermächtnis
Zum 75. Jubiläum: Eine Erinnerung an Festspiel-Gründer Johannes Klein
Fotos: Constantin von Butler
23.06.2026 / BAD HERSFELD -
Im Jubiläumsjahr der Bad Hersfelder Festspiele wurde am Montag an eine Persönlichkeit erinnert, die maßgeblich für die Entstehung und den Erfolg des Kulturereignisses verantwortlich war. Vertreter der Stadt sowie der Gesellschaft der Freunde der Stiftsruine gedachten auf dem Hauptfriedhof dem ersten Intendanten der Festspiele, Johannes Klein.
Der aus Salzburg stammende Theatermann wurde 1951 als Intendant nach Bad Hersfeld verpflichtet. Gemeinsam mit der Gesellschaft der Freunde der Stiftsruine legte er den Grundstein für die Bad Hersfelder Festspiele. Als Schüler des berühmten Theaterreformers Max Reinhardt brachte Klein wichtige Erfahrungen von den Salzburger Festspielen mit nach Nordhessen und orientierte sich bei der Gründung an den dortigen Mysterienspielen.
Mit drei Werken startet eine Erfolgsgeschichte
Unter seiner Leitung fanden im Juli 1951 die ersten Festspiele in der Stiftsruine statt. Mit einem damaligen Etat von 146.000 D-Mark standen drei Werke auf dem Programm, darunter "Das Salzburger Große Welttheater" von Hugo von Hofmannsthal. Bereits im ersten Jahr gelang es Klein, bekannte Schauspieler nach Bad Hersfeld zu holen und die Aufmerksamkeit der bundesweiten Presse auf die neue Festspielstadt zu lenken.Johannes Klein holt große Namen in die Stiftsruine
Auch politisch und kulturell gewann das Festival unter Klein schnell an Bedeutung. Bereits 1952 übernahm Bundespräsident Theodor Heuss die Schirmherrschaft. In den folgenden Jahren kamen zahlreiche prominente Gäste und Künstler nach Bad Hersfeld. Klein holte unter anderem Lil Dagover, Attila Hörbiger, Paula Wessely und Birgit Nilsson auf die Bühne der Stiftsruine.
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