Große Stars für alle Generationen
Elke Hesse plant den großen "Kultursommer": Festspiele gehen neue Wege
Archivfoto: O|N / Carina Jirsch
29.03.2026 / BAD HERSFELD -
Bad Hersfeld verwandelt sich im Jubiläumsjahr der Festspiele in eine Bühne voller Überraschungen. Neben den großen Inszenierungen in der Stiftsruine setzt Intendantin Elke Hesse gezielt auf neue Akzente - mit Sonderformaten, die bewusst andere Wege gehen. Musik, Lesungen und Mitmachprojekte verschmelzen zu einem Programm, das nicht nur zuschauen lässt, sondern einlädt, Kultur neu zu erleben. Dabei wird schnell klar: Dieses Konzept soll weit über das Jubiläumsjahr hinaus wirken.
"Es ist ein totaler Kultursommer", beschreibt Hesse ihre Vision im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS. Tatsächlich zieht sich das Programm wie ein roter Faden durch die spielfreien Tage der Hauptproduktionen. Statt Ruhe gibt es zusätzliche Highlights - und die richten sich bewusst an alle Generationen. Familien, Jugendliche und Theaterliebhaber sollen gleichermaßen angesprochen werden.
Kultur soll zugänglich und lebendig sein
Ein besonderer Auftakt gelingt mit Sicherheit am 28. Juni dem hr-Sinfonieorchester, das mit dem "Karneval der Tiere" ein familienfreundliches Format präsentiert. "Ich wollte Formate für alle Altersgruppen präsentieren", erklärt Hesse. Dass sogar der Chefdirigent Alain Atinoglu anreist und das Ganze von Schauspieler Peter Jordan moderiert wird, unterstreicht den Anspruch, Kultur zugänglich und lebendig zu gestalten. Sonderformate setzen auf große Namen
Doch die Sonderformate setzen nicht nur auf Breite, sondern auch auf große Namen. "Wir präsentieren Topstars der deutschen Theater- und Filmszene", sagt Hesse. Dabei gehe es nicht nur um prominente Gesichter, sondern um besondere künstlerische Erlebnisse. Mit Schauspielgrößen wie Nicholas Ofczarek werden Produktionen nach Bad Hersfeld geholt, die sonst nur an renommierten Häusern zu sehen sind.Festspiele setzen auf Vielfalt der Genres
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Mischung verschiedener Genres. Lesungen treffen auf Musik, klassische Stoffe auf moderne Interpretationen. "Dieser tolle Mix" sei bewusst gewählt, um neue Zugänge zu schaffen. Musik spielt dabei eine zentrale Rolle: "Diese erleichtert immer den Zugang", betont Hesse. Junge Menschen stehen im Fokus
Auch junge Menschen stehen im Fokus. Am 20. Juli gibt es einen Beatbox-Workshop für Jugendliche mit "The Razzzones" aus Berlin , gefolgt von einem Konzert am Abend, bei dem die Ergebnisse präsentiert werden. Ziel sei es, gerade die Altersgruppe zwischen 13 und 18 Jahren aktiv einzubinden und ihnen eigene kreative Erfahrungen zu ermöglichen.Dieser Gedanke zieht sich ohnehin durch alle Projekte: Teilhabe. "Wir möchten alle Generationen erreichen", so Hesse. Besonders beim Community-Projekt sollen Menschen unterschiedlichster Hintergründe gemeinsam Kultur gestalten können. Die besondere Atmosphäre der Stiftsruine spielt dabei eine entscheidende Rolle. "HERZfeld Wir26" wurde für das 75-jährige Jubiläum der Bad Hersfelder Festspiele gestartet und soll langfristig bestehen bleiben. Erste Projekte wie ein Bürgerchor sowie Aktionen in Schulen, Kitas und im öffentlichen Raum sollen Kultur für alle erlebbar machen und zum Mitgestalten einladen.
Ein "rauschendes" Jubiläum
Am Ende steht ein klares Versprechen: "Das Jubiläum wird rauschend." Und mehr noch - die Sonderformate sind keine einmalige Idee. "Auch in den kommenden Jahren soll es ähnliche geben", kündigt Hesse an.Weitere Informationen gibt es unter: https://www.bad-hersfelder-festspiele.de/spielplan (Constantin von Butler) +++
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