"Eine echte Premiere für uns"

Historischer Erfolg für Freie Wähler: Hartmann schafft es in StaVo und Kreistag

Klaus Henkel und Wilhelm Hartmann (rechts) von den Freien Wählern
Fotos: Erik Spiegel

31.03.2026 / FULDA - Dem Fuldaer Gartenbau-Unternehmer Wilhelm Hartmann wird der 15. März 2026 sicher noch lange in Erinnerung bleiben. Er zog für die FREIEN WÄHLER mit großem Erfolg in die Stadtverordnetenversammlung und in den Kreistag ein. 2,1 Prozent für die FREIEN WÄHLER in der Stadt, 3,4 Prozent im Kreis - ein historisch gutes Ergebnis.


"Das war eine echte Premiere für uns", sagt der 53-Jährige stolz. Ebenso erfolgreich lief es für Klaus Henkel, der zusammen mit Hartmann und Linda König künftig auch im Kreistag sitzen wird. Im OSTHESSEN|NEWS-Gespräch berichten Hartmann und Henkel, wie sie mit den FREIEN WÄHLER unsere Heimat gestalten wollen.

Wilhelm Hartmann ist in der Region kein Unbekannter. Er betreibt ein Gartenbauunternehmen mit Winterdienst. Er betont: "Ich kann mein politisches Engagement leben, weil ich eine gut funktionierende zweite Führungsebene habe. Durch den zeitlichen Freiraum kann ich mich nun politisch engagieren". Klaus Henkel, 70, kommt aus Ebersburg. Er ist Rentner und war lange im Lebensmittelhandel im Außendienst tätig.

"Es haben nur wenige Stimmen gefehlt"

Mit Blick auf die Kommunalwahl ist Hartmann sehr zufrieden: "Wir sind knapp am zweiten Mandat in der Stadtverordnetenversammlung vorbei. Es haben nur wenige Stimmen gefehlt. Glücklich sind wir aber trotzdem." Klaus Henkel ergänzt: "Das ist eine historische Chance, mit drei Leuten im Kreistag zu sein. Wir haben aber mit vier bis fünf Mandaten gerechnet. Der Zuspruch war zumindest da."

Aber nicht alle waren begeistert von Hartmanns politischem Engagement. "Mein Betrieb hat, seit ich politisch aktiv bin, Auftragsabgänge gehabt und ein Mietverhältnis wurde beendet. Damit habe ich nicht gerechnet, weil ich ja nichts Böses oder Negatives mit meiner Kandidatur erreichen will."

Dennoch ist er zuversichtlich: "Die Menschen haben kommunale Anliegen, die wir lösen wollen. Ich sehe das als Auftrag. Viele sehen eine Hoffnung bei uns FREIEN WÄHLER. Wir müssen der Politikverdrossenheit entgegenwirken." Die FREIEN WÄHLER stehen laut Hartmann politisch rechts der Mitte. "Aber nicht rechts der Fuldaer CDU, weil wir sie hierzulande als sehr konservativ einschätzen." Bisher sei er in der Stadtverordnetenversammlung immer nur Zuschauer gewesen. "Damals hätte ich mich gerne mal zu Wort gemeldet. Jetzt ist das möglich, da freue ich mich drauf."

Sondierungsgespräche mit fast allen Parteien

Derzeit laufen Sondierungsgespräche mit fast allen Parteien. "Wir spüren von allen Seiten ein Begehren nach einer möglichen Zusammenarbeit. Das ist für mich eine Bestätigung. Mit linken oder rechten Extremen werden wir aber nicht zusammenarbeiten", verspricht der 53-Jährige Hartmann. Er ist sich sicher, dass es auf Kreisebene möglich ist, eine geschlossene Mitte zu bilden. "Auf Stadtebene wird das aber eine große Herausforderung."

Die drängendsten Themen für die FREIEN WÄHLER? "Landwirtschaft und Mittelstand stärken und das Bauen einfacher machen. Wenn jemand investieren will, sollte man alles daran setzen, dass es zustande kommt", so Henkel. Hartmann ergänzt: "Wir wollen Fulda zur Universitätsstadt machen und eine Stärkung des Kliniksstandortes." Die beiden Kommunalpolitiker wünschen sich auch mehr Bürgerbeteiligungen durch Befragungen und, dass Wahlen künftig online stattfinden können. "Wichtig ist, dass wir Mehrheiten finden. Das wird besonders auf städtischer Ebene eine Herausforderung", sind sich Henkel und Hartmann abschließend sicher. (Moritz Pappert) +++

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