Hier können Sie ihr Kreuz setzen
Kommunalwahl in Hessen: Neue Listen, alte Kräfte - AfD fehlt fast überall
Grafik: O|N
13.03.2026 / REGION HEF-ROF -
Am 15. März blickt ganz Hessen auf die Wahllokale. Dann werden der Kreistag sowie alle Stadt- und Gemeindeparlamente neu gewählt. In Cornberg, Haunetal, Breitenbach am Herzberg und Wildeck entscheiden die Bürger zudem über das Amt des Rathauschefs Doch wo machen Sie ihr Kreuz? Mittlerweile steht fest, welche Parteien und Wählergruppen ihre Wahlvorschläge fristgerecht eingereicht haben. Eine Besonderheit fällt dabei sofort ins Auge: Die AfD tritt in keiner Kommune des Landkreises mit einer eigenen Liste an.
Am Montag, 5. Januar, endete die Frist zur Einreichung der Wahlvorschläge. Die Parteien und Listenverbindungen mussten ihre Unterlagen bis dahin vollständig vorlegen. Über die formale Zulassung entschieden die jeweiligen Wahlausschüsse.
Einige Veränderungen im Landkreis
Neben den Wahlen auf kommunaler Ebene wird auch der Kreistag neu zusammengesetzt. Nach Angaben des Landratsamts haben für die Kreistagswahl folgende Parteien Wahlvorschläge eingereicht: Bündnis 90/Die Grünen, CDU, FDP, Freie Wähler, Linke und SPD. Auffällig ist, dass die AfD lediglich für die Kreistagswahl einen Wahlvorschlag eingereicht hat. In keiner Stadt oder Gemeinde des Kreises tritt sie mit einer eigenen Liste für das jeweilige Parlament an.Alheim
Vier Gruppierungen wollen in Alheim in die Gemeindevertretung einziehen. Die CDU schickt 18 Kandidaten ins Rennen. Die SPD tritt mit einer offenen Liste und 29 Bewerbern an. Bündnis 90/Die Grünen und die FDP beteiligen sich jeweils mit acht Kandidaten an der Wahl.
Für die Stadtverordnetenversammlung in Bad Hersfeld stehen erneut SPD, CDU, FWG, FDP und Bündnis 90/Die Grünen auf dem Stimmzettel. Die UBH existiert nicht mehr; frühere Mandatsträger verteilen sich nun teilweise auf andere Parteien. Die Linke verzichtet auf eine erneute Kandidatur. Auch die AfD wird keine eigene Liste für das Stadtparlament aufstellen.
Bebra
In Bebra ist das Bewerberfeld breit aufgestellt. Die CDU geht mit 31 Kandidaten in die Wahl, die SPD mit 30. Die Grünen stellen 15 Bewerber, die FDP sechs. Hinzu kommen die Wählergruppe "Gemeinsam für Bebra" mit zwölf sowie die Freie Wählergemeinschaft mit 16 Kandidaten. Im Vergleich zu 2021 ist die FDP neu vertreten.
In Breitenbach am Herzberg bleiben SPD und Bürgerforum Herzberg im Rennen. Zusätzlich tritt diesmal auch Die Linke an und hat fristgerecht eine eigene Liste eingereicht. zusätzlich wird der nachfolger von Bürgermeister Volker Jaritz gewählt. Er tritt nicht mehr an, einziger Bewerber ist Jörg Schäfer.
Cornberg
Zwei Listen stehen in Cornberg zur Wahl: Die SPD bringt zehn Wahlvorschläge ein, ebenso die CBL. Nicht mehr vertreten sind dagegen die CDU sowie die Freunde des Bieres, die bei der vergangenen Wahl noch angetreten waren. Bürgermeisterin Katja Gonzalez Contreras kandidiert für eine weitere Amtszeit.
Friedewald
In Friedewald mischt die CDU wieder mit. Neben SPD und Offener Liste (OL) tritt sie erneut zur Kommunalwahl an, nachdem sie 2016 und 2021 keine eigene Liste gestellt hatte.
Hauneck
In Hauneck stellen sich erneut SPD, CDU und FWG der Wahl. Ergänzt wird das Feld diesmal durch Bündnis 90/Die Grünen, die eine eigene Kandidatenliste eingereicht haben.
Haunetal
In Haunetal treten wie bereits zuvor SPD, CDU und GFH an. Alle drei Fraktionen haben ihre Wahlvorschläge fristgerecht eingereicht. Zudem wird der Bürgermeister neu gewählt: Einztiger bewerber: Amtsinhaber timo Lübeck (CDU).
Heringen
In Heringen bleibt es bei den bekannten Kräften: SPD, WGH und CDU bewerben sich erneut um Sitze im Stadtparlament. Weitere Listen wurden nicht eingereicht.
Hohenroda
In Hohenroda treten die vier aktuell vertretenen Fraktionen wieder an. SPD, FWH, CDU und FDP haben jeweils eigene Kandidatenlisten aufgestellt.
Kirchheim
Eine Veränderung gibt es in Kirchheim: Die SPD verzichtet auf eine Kandidatur. Neben der CDU bewirbt sich stattdessen die neu gegründete Unabhängige Liste für Kirchheim um Mandate im Gemeindeparlament.
Ludwigsau
In Ludwigsau bleibt die SPD weiterhin im Rennen und bekommt Konkurrenz von CDU sowie der neu gegründeten Bürgerliste "Pro Ludwigsau". Initiatorin ist die ehemalige CDU-Landtagsabgeordnete Elisabeth Apel, die zeitweise der AfD angehörte. Die FDP reicht diesmal keinen Wahlvorschlag ein.
Neuenstein
In Neuenstein beschränkt sich das Bewerberfeld auf zwei Parteien. Sowohl SPD als auch CDU wollen in das Gemeindeparlament einziehen. Weitere Gruppen treten dort nicht an.
Nentershausen
Neben CDU und SPD beteiligt sich in Nentershausen erstmals die neue Wählergemeinschaft "Wir – Bürger für die Gemeinde Nentershausen" an der Wahl. Die CDU hat 15 Kandidaten aufgestellt, die SPD sechs, die neue Gruppierung 17.
Niederaula
In Niederaula haben vier Listen ihre Unterlagen eingereicht: SPD, Wählergemeinschaft Niederaula (WGN), Bürgerliste Niederaula (BLN) sowie Bündnis 90/Die Grünen bewerben sich um Mandate. Die CDU ist nicht mehr dabei.
Philippsthal
In Philippsthal bleibt es bei den drei etablierten Kräften. SPD, FWG und CDU gehen wieder ins Rennen um die Sitze in der Gemeindevertretung.
Ronshausen
In Ronshausen stellen sich SPD mit 16 Kandidaten, CDU mit 19 sowie die FDP mit acht Bewerbern zur Wahl. Die Wählergemeinschaft Ronshausen (WGR) ist diesmal nicht mehr vertreten.
Rotenburg
Für die Stadtverordnetenversammlung in Rotenburg kandidieren CDU mit 25, SPD mit 28, Bündnis 90/Die Grünen mit sieben sowie die UBR mit 20 Bewerbern. Die FDP verzichtet auf eine erneute Kandidatur, während die Grünen neu hinzugekommen sind. Insgesamt bewerben sich 80 Personen für die Stadtverordnetenversammlung und 71 für die Ortsbeiräte.
Schenklengsfeld
In Schenklengsfeld treten SPD, Bürgerliste und Zukunft Miteinander erneut zur Wahl an. "Die Partei" beteiligt sich nach einer Wahlperiode nicht mehr.
Wildeck
In Wildeck stehen fünf Listen zur Wahl der Gemeindevertretung: CDU mit 19, SPD mit 17, Grüne mit elf sowie FWG mit 29 Kandidaten. Neu ist die Liste "Miteinander für Wildeck", die 13 Bewerber aufgestellt hat. Die FDP verzichtet auf eine Teilnahme. Für die Bürgermeisterwahl liegen zwei Bewerbungen vor: Ricardo Gräf tritt für die FWG an, Meik Dickmann bewirbt sich als parteiloser Kandidat. (Constantin von Butler) +++
Archivfoto: O|N
Symbolbild: Pixabay
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