Karten neu gemischt

Bekannte Gesichter: Diese Mandatsträger wollen im Kreistag mitentscheiden

Die Karten werden neu gemischt. Einige Landtagsabgeordnete kandidieren für den Kreistag.
Archivfoto: O|N/Emely Schrön

11.03.2026 / FULDA - Wer stellt künftig die politischen Weichen? Alle blicken zusehends auf die Kommunalwahlen in Hessen am 15. März. Die Listen für die Wahl des Kreistags in Fulda stehen seit einiger Zeit fest - und unter den zahlreichen Bewerberinnen und Bewerbern finden sich auch mehrere bekannte politische Amtsträger. Einige Politiker mit Landtags- oder Bundestagsmandaten haben es sich zum Ziel gesetzt, ihre Heimat noch mehr zu unterstützen.



In der Kreistagsliste haben sich für die CDU drei Landtagsabgeordnete aufgestellt. Thomas Hering (Platz 1) ist bereits CDU-Fraktionschef und seit 2006 Mitglied des Kreistags. Die Politiker Sebastian Müller (Platz 5) und Stefanie Klee (Platz 8) gehen ebenfalls ins Rennen um einen Sitz im Kreistag. Auf Platz 4 steht der Parlamentarische Staatssekretär und Bundestagsabgeordnete Michael Brand. Er ist seit 2006 Kreistagsabgeordneter in Fulda.

MdL Klee: "Enge Vernetzung zwischen Land und Kommune sehr wichtig"

MdL Stefanie Klee erklärt auf OSTHESSEN|NEWS-Nachfrage: "Wer verantwortungsvolle Landespolitik gestalten möchte, muss wissen, was vor Ort passiert, denn viele Entscheidungen betreffen unmittelbar unsere Städte, Gemeinden und Landkreise. Die enge Vernetzung zwischen Land und Kommune ist daher sehr wichtig."

Die Hessen-CDU sei gerade deshalb so stark, weil sie aus einer kommunalen Familie heraus gewachsen ist. "Als Fraktionsvorsitzende der CDU Eiterfeld erlebe ich täglich, wie wertvoll diese Verbindung ist. Deshalb kandidiere ich auch für den Kreistag. Die Arbeit auf beiden Ebenen ergänzt sich gut und hilft, Themen aus der Region direkt in die Landespolitik zu tragen." Abschließend heißt es: "Das sich beide Ämter parallel gut händeln lassen, zeigt sich daran, dass die meisten CDU- Landtagsabgeordnete schon jetzt kommunal aktiv sind."

"Auf allen politischen Ebenen zusammenarbeiten"

Auch Sebastian Müller ist seit 2022 Abgeordneter im Hessischen Landtag. Der "Rhöner Jong" ist ebenso in der Gemeindevertretung Hofbieber vertreten. Zu seinen Beweggründen sagt er: "Ich kandidiere für den Kreistag, weil viele Entscheidungen, die unsere Kommunen und die Menschen vor Ort betreffen, genau dort zusammenlaufen – etwa bei Schulen, ÖPNV, Sozial- und Gesundheitsfragen oder der Infrastruktur." Ihm sei es wichtig, "dass wir als CDU auf allen politischen Ebenen eng zusammenarbeiten". Dies bedeute von der Gemeinde über den Landkreis bis nach Wiesbaden, Berlin und Brüssel. "So können wir Probleme schneller lösen, Informationen einfach austauschen und die Interessen unserer Region geschlossen vertreten. Ich möchte meine landespolitische Erfahrung und den direkten Draht zu den Kommunen nutzen, um den Landkreis Fulda noch stärker zu machen."

Nolte: "Selbstverständlichkeit, sich kommunalpolitisch in seiner Heimat zu engagieren"

In den AfD-Reihen möchten sich einige Kandidaten Plätze im Kreistag sichern. Bundestagsabgeordneter Pierre Lamely (Platz 2) ist seit 2021 Kreistagsabgeordneter. Christine Anderson, Mitglied des Europäischen Parlaments, ist ebenfalls im Kreistag vertreten (Platz 4). Jetzt hat sich Jan Nolte (Platz 1) als Spitzenkandidat aufgestellt. Im Bundestag ist der AfD-Politiker seit 2017. Seine Ambitionen: "Ich habe die Politik 2016 als Kommunalpolitiker kennengelernt - damals noch im Landkreis Waldeck-Frankenberg. Nun lebe ich aber schon lange in Fulda, wo meine Frau aufgewachsen ist." Für ihn selbst sei es eine Selbstverständlichkeit, sich kommunalpolitisch in seiner Heimat zu engagieren. "Ich möchte meine kommunal- und bundespolitische Erfahrung einbringen, um gemeinsam mit meinen Fraktionskollegen die gute und konstruktive Arbeit der AfD im Kreistag fortzuführen." (red) +++

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