Kurz vor der Kommunalwahl
Der Trend geht zur Briefwahl: Das ist der Stand aus den Kommunen der Region
Symbolbilder: Hendrik Urbin
12.03.2026 / REGION -
In wenigen Tagen steht die Kommunalwahl in Hessen an. Besonders aufgrund der Vielzahl an Stimmen, die zu vergeben sind, lohnt sich eine Briefwahl. Bei der Kreistagswahl in Fulda etwa sind 81 Stimmen zu vergeben. Viele Wähler entscheiden sich für eine Briefwahl, um zuhause in Ruhe wählen zu können. Wie viele konkret, haben wir bei einigen Kommunen in der Region abgefragt.
Alsfeld
"Aktuell wurden in der Stadt Alsfeld 3.175 Briefwahlunterlagen ausgegeben. Dies entspricht einem Rückgang zur Briefwahl 2021 – damals waren es am Ende 4.024 Briefwähler (auch durch die akute Pandemie geschuldet)", heißt es hier aus dem Rathaus.
"Aktuell sind bei der Stadt Bad Hersfeld aufgerundet circa 5.350 Briefwahlunterlagen eingegangen. Die Zahl der Wahlberechtigten liegt aufgerundet bei etwa 22.200. Bei der Kommunalwahl im März 2021 gab es aufgerundet circa 22.900 Wahlberechtigte und davon hatten aufgerundet circa 7.300 Bürgerinnen und Bürger Briefwahl beantragt. Die Zahl der Briefwählerinnen und Briefwähler war aufgrund der Corona-Pandemie deutlich höher als bei vorherigen Wahlen. Mittlerweile hat die Zahl der Briefwähler wieder abgenommen und liegt etwa auf dem vor-Corona-Niveau".
Flieden
"Die Gemeinde Flieden zählt bisher 2.247 Briefwählerinnen und Briefwähler. Das sind bei 7.090 Wahlberechtigten rund 30 Prozent. Kalkuliert wurde mit knapp 3.000 Briefwählerinnen und Briefwähler, das war der Höchststand bei der Bundestagswahl 2021. Danach ist die Briefwahl wieder minimal zurückgegangen."
Fulda
"Mit Stand 10.03.2026 wurden im Bürgerbüro der Stadt Fulda bereits mehr als 12.150 Briefwahlunterlagen an Bürgerinnen und Bürger ausgehändigt bzw. versendet. Von diesen sind bislang rund 9.800 ausgefüllte Briefwahlunterlagen beim Wahlamt wieder eingegangen (Rückläufer). Der derzeitige Rücklauf entspricht dem üblichen Verlauf.
Die Beantragung der Briefwahl ist noch bis Freitag, 13. März, 13 Uhr, möglich. Wählerinnen und Wähler sollten dabei die Postlaufzeiten berücksichtigen. Für Anträge, die nach dem 11. März gestellt werden, kann das Wahlamt keine Gewähr mehr für eine rechtzeitige Zustellung der Briefwahlunterlagen übernehmen. Wer sicherstellen möchte, dass die Unterlagen rechtzeitig vorliegen, kann diese persönlich im Bürgerbüro Fulda abholen oder direkt vor Ort wählen. Die Briefwahl kann unkompliziert direkt im Bürgerbüro beantragt und durchgeführt werden, ein Termin ist hierfür nicht erforderlich.
Die Wählerinnen und Wähler haben noch bis zum Wahlsonntag, 15.03.2026 – 18:00 Uhr Zeit, ihre Briefwahlunterlagen fristgerecht im Bürgerbüro der Stadt Fulda einzureichen. Unterlagen, die nach diesem Zeitpunkt eingehen, können bei der Stimmenauszählung nicht berücksichtigt werden. In Fulda ist in den vergangenen Jahren ein kontinuierlich steigender Trend zur Nutzung der Briefwahl erkennbar."
"Aktuell hat die Stadt Hünfeld 3.517 Wahlscheine für die Kommunalwahlen am Sonntag ausgestellt; 13.208 Bürger sind in Hünfeld wahlberechtigt. Briefwähler bei vergangenen Wahlen in Hünfeld: Kommunalwahl 2016 – 1.512 Wahlscheinanträge, Kommunalwahl 2021 – 4.627 Wahlscheinanträge (Corona-Effekt), Bundestagswahl 2025 – 3.682 Wahlscheinanträge, Bürgermeisterwahl 2025 – 2.772 Wahlscheinanträge."
Künzell
"Aktuell beträgt die Zahl der beantragten Briefwahlen ca. 4.100 Stück bei 13.206 Wahlberechtigten."
Lauterbach
"Insgesamt gibt es 10.214 wahlberechtigte Personen in der Kreisstadt Lauterbach. Zum aktuellen Stand (10. März 2026) gibt es 3.238 Briefwähler. Diese Zahl ist im Vergleich zum letzten Mal höher."
Die Abfrage zeigt: In den meisten Kommunen geht der Trend zur Briefwahl. Die Zahlen steigen von Wahl zu Wahl. Auch wenn diese nach dem "Corona-Effekt" leicht zurückgegangen sind, entscheiden sich nun wieder immer mehr Wähler für die Briefwahl. (Moritz Pappert) +++
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