CDU: "Werden erste Gespräche führen"

Neue StaVo in Fulda: CDU startet Sondierungen mit mehreren Parteien

Welche Koalition gibt es in der künftigen Stadtverordnetenversammlung?
Archivfotos: Martin Engel

21.03.2026 / FULDA - Die Fuldaer Stadtverordnetenversammlung (StaVo) ist gewählt - aber wie geht es jetzt weiter? Die konstituierende Sitzung der StaVo ist am 20. April. Dann soll ein neuer Koalitionsvertrag stehen, zumindest wenn es nach der CDU geht.


"Wir werden mit allen Parteien der bürgerlichen Mitte, also allen außer AfD und den Linken, in den nächsten zwei Wochen erste Gespräche führen. Danach werden wir in intensivere Verhandlungen gehen", erklärt Johannes Uth, Pressesprecher der CDU-Fraktion Fulda, gegenüber OSTHESSEN|NEWS.

Das Ziel sei es, dass bis zur ersten Stadtverordnetenversammlung am 20. April ein Koalitionsvertrag steht. Ob das gelingt, ist abzuwarten. Klar ist: Eine Koalition wie in der bisherigen StaVo kann es nicht mehr geben. Dafür haben FDP und CWE zu wenig Sitze bekommen. 30 Sitze (statt 25) bräuchte sie aber für eine Mehrheit. Hier kommen dann SPD, Grüne oder auch noch Volt in Frage.

Bei der ersten Sitzung der neuen StaVo im April wird auch der Vorsitz der Stadtverordnetenversammlung neu gewählt. Die Chancen für Amtsinhaberin Margarete Hartmann stehen gut. Sie hatte im Vorfeld bereits signalisiert, wieder antreten zu wollen. Ob die CDU mit ihr aber offiziell wieder ins Rennen geht, ist noch unklar. "Wir sind mit ihrer Arbeit sehr zufrieden und werden in unserer konstituierenden Fraktionssitzung am Donnerstag darüber beraten", heißt es von Uth weiter.

SPD, Volt und Grüne gesprächsbereit

Die SPD hatte kurz nach der Wahl erklärt, dass man sich möglichen Koalitionsgesprächen nicht verschließe. "Aber wir werden klare Positionen mitbringen", kündigte Fraktionsvorsitzender Jonathan Wulff an. Er rechnet mit intensiven Verhandlungen: "Es wird spannend in den nächsten Wochen."

Von der Grünen-Fraktionsvorsitzenden Marie-Louise Puls heißt es dazu: "Grundsätzlich sind wir offen für Gespräche mit der CDU und anderen demokratischen Fraktionen. In wichtigen Fragen liegen die Positionen teilweise gar nicht so weit auseinander, gleichzeitig ist für uns klar: Unsere Priorität gilt einem gerecht gestalteten Klimaschutz und konsequenter Klimaanpassung. Wir stehen für eine progressive Politik in Fulda und werden mögliche Kooperationen an diesen Maßstäben messen."

Elke Hohman, Spitzenkandidatin von Volt betont: "Zum aktuellen Zeitpunkt können wir noch keine näheren Auskünfte geben. In Hinblick auf die demokratischen Parteien sind wir selbstverständlich in Gesprächsbereitschaft."

Klar ist: In den nächsten Wochen bleibt es weiter spannend, wer die Geschicke unserer Heimat lenken wird. (Moritz Pappert) +++

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