Wer plötzlich ganz vorne landet

Vom Hinterbänkler zum Spitzenreiter: Wähler stellen Listen auf den Kopf

Die vorläufigen Ergebnisse der Kreistags- und Stadtverordnetenwahl stehen fest
Symbolbilder: Hendrik Urbin

19.03.2026 / FULDA - Die vorläufigen Stimmen der Stadtverordnetenversammlung und des Kreistages in Fulda sind nun endlich ausgezählt. Hier lohnt sich nun ein Blick auf die Kandidatenliste. Einige der Kandidaten, die eigentlich auf der Liste nicht weit oben stehen, haben es dank Kumulierens und Panaschierens geschafft, nach oben zu rutschen.


OSTHESSEN|NEWS gibt Ihnen einen Überblick, wer die beliebtesten Kandidaten sind und welche den Sprung nach oben geschafft haben.

Stadtverordnetenversammlung

Bei der CDU schafft es Thomas Hering von Listenplatz vier auf die Eins. Er bekommt 12.643 Stimmen. Dahinter folgt Platz eins der Liste, Margarete Hartmann mit 12.611 Stimmen. Einen beachtlichen Sprung schaffte Alexander Günther von Platz 13 auf Platz sieben. Einen ähnlichen Erfolg gibt es für Oliver Weißenberger, der von Platz 23 auf Platz 14 rutscht. Auch Dr. Isabel Hohmann schafft es von Platz 24 auf Platz 17. Eine Änderung gab es am Mittwoch: Andrea Werner schafft es doch nicht in die Stadtverordnetenversammlung. Dafür rückt Dr. Thomas Sitte nach. Hintergrund ist die Prüfung der Niederschriften und Nachzählungen von Personenstimmen.

Bei der AfD bekam Spitzenkandidat Frank Schüßler mit 14.703 die meisten Stimmen. Dahinter folgt Pierre Lamely mit 14.663 Stimmen. Grundsätzlich wird bei dem Vergleich der AfD-Liste mit dem Endergebnis deutlich, dass offenbar viele Wähler der AfD direkt ein Listenkreuz gegeben haben.

Bei der SPD ist kaum ein Unterschied zwischen der Liste und dem Endergebnis feststellbar. Deren Spitzenkandidat Jonathan Wulff kommt auf 7.453 Stimmen. Ähnlich ist es bei den Grünen. Hier hat es allerdings Carl Vogel, trotz Listenplatz vier und sieben Sitzen für die Grünen in der Stadtverordnetenversammlung, nicht reingeschafft. Und Jutta Hamberger schafft es von Listenplatz fünf auf die Eins mit 6.773 Stimmen. Bei Volt schafft es hingegen Volker Elm trotz Listenplatz vier und nur drei Sitzen für die Partei ins Stadtparlament. Dafür hat es Philipp Hermes nicht geschafft.

Bei FDP, den Linken, die Partei, Bündnis C, Freien Wählern und FGG gibt es keine Überraschungen. Deren Spitzenkandidaten haben es alle in die StaVo geschafft. Lediglich bei der CWE gibt es eine Überraschung: Spitzenkandidat Martin Jahn hat es nicht geschafft. Dafür zieht Elke Diegelmann in die Fuldaer Stadtverordnetenversammlung ein.

Kreistag

Im Kreistag schafft es Michael Brand von der CDU von Listenplatz vier auf die Eins. Er bekam 61.718 Stimmen. Dahinter kommt der Listen-Spitzenkandidat Thomas Hering mit 57.668 Stimmen. Auch sein Landtagskollege Sebastian Müller ist von Listenplatz fünf auf die drei gerutscht. Für Helmut Herchenhan hingegen ging es etwas bergab. Von Listenplatz drei landet er auf Platz 12. Aufsteiger sind Stefanie Klee (von acht auf fünf), Heiko Stolz (von neun auf vier) und Christopher Gärtner (von zwölf auf sieben). Auch Dana Hauke schafft es von 17 auf Platz neun. Einen großen Sprung legt auch Winfried Happ hin. Er kommt von 42 auf 10.

Bei der AfD ist das Bild ähnlich der Stadtverordnetenversammlung - auch hier scheinen viele Wähler Listenkreuze gemacht zu haben. Spitzenkandidat Jan Nolte bekam 42.654 Stimmen. Dahinter folgt Martin Hohmann, der von Listenplatz sieben auf zwei gekommen ist.

Bei der SPD sicherte sich Birgit Kömpel mit 20.765 die meisten Stimmen und kommt so von Platz fünf auf eins. Dahinter folgt deren Spitzenkandidat Michael Busold. Sabine Waschke schafft es von Platz neun auf drei. Bei acht Sitzen kommt sie dadurch in den Kreistag.

Bei den Grünen ähnelt das Endergebnis sehr der Liste. Spitzenkandidatin Deborah Müller-Kottusch bekam 25.670 Stimmen. Dahinter Dr. Kerstin Wingenfeld und Helmut Schönberger. Bei der FDP bekommt Spitzenkandidat Mario Klotzsche mit 5.588 Stimmen einen der beiden Sitze im Kreistag. Ihm folgt aber nicht Listenplatz zwei, sondern Dr. Thomas Stegman, der auf Platz fünf der Liste war.

Bei der CWE schafft es Rainer Kohlstruck trotz Listenplatz zwei bei drei Sitzen für die CWE nicht in den Kreistag. Stattdessen aber Volker Seuberling, der auf Platz fünf war. Bei den Freien Wählern schaffen es genau die ersten drei Kandidaten der Liste in den Kreistag. Spitzenkandidat Wilhelm Hartmann kam auf 10.144 Stimmen. Bei Volt, die Partei, FGG und der Linken gibt es keine Überraschungen. Bündnis C hat es als einzige Partei auf dem Stimmzettel nicht in den Kreistag geschafft. (Moritz Pappert) +++

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