Vandalismus im Wahlkampf

Wer steckt dahinter? Unbekannte verunstalten Großflächen von FDP und CDU


Fotos: Marvin Myketin

11.02.2026 / FULDA - Nicht nur dreist, sondern eine Straftat. Nachdem schon kürzlich in der Frankfurter Straße in Fulda Wahlplakate gestohlen wurden, sind nun weitere Wahlbanner und Plakate verunstaltet und geschwärzt worden. Betroffen hiervon sind insbesondere die Banner der FDP und der CDU. Wer dafür verantwortlich ist und wieso genau diese Parteien betroffen sind, ist Stand jetzt noch unklar.



Bei drei Bannern des FDP-Kreisverbandes wurde in der letzten Woche explizit Jürgen Plappert beschmiert. "Wir haben keine direkte Vermutung. Ich glaube aber, dass es weder private noch berufliche Gründe dafür gibt – es muss politisch motiviert sein", so der FDP-Politiker. Die Kriminalpolizei habe sich des Falls mittlerweile angenommen, da bereits jetzt schon ein Schaden von rund 2.000 Euro entstanden sei. "Diese Banner kosten um die 600 Euro dazu kommen noch die gestohlenen Wahlplakate", so Plappert im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS.

Auch die Union blieb nicht von Schmierereien verschont. Unbekannte verunstalteten die CDU-Wahlwerbung mit rosaroten Schriftzügen, in denen sie die Kandidaten als Faschisten, Mörder und Lügner bezeichneten. Hartwig Blum, CDU-Ortsverbandsvorsitzender aus Petersberg bei Fulda, ist empört über die Schmierereien und hat Strafantrag bei der Polizei gestellt. Er sagte zu O|N: "Das jetzt hier in Peterberg schon ehrenamtlich Tätige auf den Wahlplakaten verunstaltet und als Faschisten und Mörder bezeichnet werden, ist eine neue Qualität. Dass mal das eine oder andere Plakat ersetzt werden muss, ist inzwischen leider schon normal. Jetzt betrifft es unsere größeren Bauzaunbanner. Hier werden Menschen, die sich auf lokaler Ebene für die Demokratie engagieren, aufs Übelste verunglimpft."

Die Polizei habe laut beiden Parteien bereits die Ermittlungen aufgrund einer nicht unerheblichen Schadensmenge aufgenommen. Ob die Täter tatsächlich gefasst werden, bleibt zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch abzuwarten, da es bis jetzt keine Zeugen gibt. Es bleibt nur zu hoffen, dass sich solche Vorfälle nicht wiederholen und der Wahlkampf im weiteren Verlauf ruhiger wird. (pg)+++

X