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Stimmen der Fuldaer StaVo sind ausgezählt: Das sind die gewählten Kandidaten

Die Stimmen der Fuldaer Stadtverordnetenversammlung sind ausgezählt
Archivfotos: Martin Engel

18.03.2026 / FULDA - Nach zwei Tagen intensiven Auszählens liegt das Endergebnis der Wahl der Fuldaer Stadtverordnetenversammlung nun vor. Gegen 17:15 Uhr am Dienstagnachmittag ging das letzte Ergebnis ein. Damit steht nicht nur die Sitzeverteilung fest, sondern auch, welche Kandidaten es in das Stadtparlament geschafft haben. OSTHESSEN|NEWS hat die Übersicht für Sie.


Die CDU kommt auf 37,9 Prozent (22 Sitze), die AfD auf 20,1 Prozent (12 Sitze), die Grünen auf 12,1 Prozent (7 Sitze), die SPD auf 9,2 Prozent (5 Sitze), die Linke auf 5,2 Prozent (3 Sitze), Volt auf 4,2 Prozent (3 Sitze), die FDP auf 3,1 Prozent (2 Sitze), die Freien Wähler auf 2,1 Prozent (1 Sitz), die CWE auf 1,8 Prozent (1 Sitz), die FGG auf 1,9 Prozent (1 Sitz), die Partei auf 1,3 Prozent (1 Sitz) und Bündnis C auf 1,1 Prozent (1 Sitz).

Das sagen Vertreter der Parteien zum Ergebnis:


Thomas Hering (CDU)

"Das Ergebnis für die Wahl zur Stadtverordnetenversammlung hat mich enttäuscht, selbst nach den von mir erwarteten Zugewinnen gegenüber dem Trend vom Wahlabend. Trotz allem sehe ich den Wählerauftrag und die Verantwortung bei meiner Partei und danke allen Wählerinnen und Wählern. Ich nehme zur Kenntnis, dass trotz guter Lebensverhältnisse und Standortqualitäten in unserer Stadt manche Menschen Unzufriedenheiten oder Erklärungsbedarfe in sich tragen, die womöglich aus anderen Zusammenhängen entstanden sind.

Um allen eine Stimme zu geben, sind wir als CDU immer ansprechbar und in vielen Formaten das ganze Jahr über unterwegs. Das gilt es fortzusetzen und Protest ernst zu nehmen, ohne Verweise auf andere politische Ebenen. Dieser Herausforderung stellen wir uns selbstverständlich, ebenso dem nun anstehenden Auftrag einer Mehrheitsbildung, d. h. konkret Beratungen und Verhandlungen, mit wem und in welchem Format eine Zusammenarbeit zum Wohl unserer Stadt und ihrer Bewohner angestrebt wird."

Marie-Luise Puls (Die Grünen)

"Mit dem Endergebnis haben wir nun Klarheit über unsere zukünftige Fraktion. Jetzt geht der Blick nach vorn: Wir haben uns bereits gestern mit den voraussichtlichen Mandatsträgern getroffen, um zügig in den Arbeitsmodus zu kommen. Klar ist für uns, dass wir die Stadt gemeinsam gestalten müssen – und dabei die Klimafrage ernst nehmen, auch mit Blick auf die Zukunftsfähigkeit von Fuldas Wirtschaft."


Jonathan Wulff (SPD)

"Die Wahl hat leider einige besorgniserregende Trends bestätigt: Die Parteien der politischen Mitte verlieren immer mehr an Boden. Das gilt leider besonders für meine SPD. Stattdessen gewinnt die AFD immer mehr hinzu, obwohl sie keine praktikablen Verbesserungsvorschläge macht und klassische Rechtsextreme dort zunehmend den Ton angeben! Ich muss mich wirklich über viele Mitbürger wundern! Wissen die denn nicht, was wir in diesem Land alles zu verlieren haben?

Bedenklich finde ich auch die weitere Zersplitterung der politischen Landschaft. Es wurden im Ernst 12 Gruppierungen in die Stadtverordnetenversammlung gewählt. Die Mehrheitsfindung wird immer schwieriger, weil immer mehr teils sehr unterschiedliche Gruppierungen zusammenarbeiten müssen. Wer so wählt, darf sich nicht darüber beklagen, dass keine Linie erkennbar sei!"

Frank Schüssler (AfD)

"Nach endgültiger Auszählung der Stimmzettel steht nun fest: Die AfD hat sich bei der Kommunalwahl 2026 im Vergleich zur Wahl 2021 in der Stadt Fulda fast verdreifacht. Das ist ein großartiges Ergebnis, das mich persönlich hoch erfreut und zeigt, dass wir die Bürger in der vergangenen Legislatur mit unserer konstruktiven, aber auch stets konsequenten und unbeirrten Politik überzeugen konnten. Unsere erfolgreiche Arbeit werden wir nun mit einer wesentlich größeren und arbeitsmächtigeren Fraktion auch in den kommenden fünf Jahren zum Wohle der Bürger der Stadt Fulda fortsetzen und weiter ausbauen.

Das Wahlergebnis zeigt auch: Links-Grün wurde auf die hinteren Plätze verwiesen. Die Bürger haben sich in Fulda mit überragender Mehrheit für eine klar konservative Politik ausgesprochen. Insofern sehen wir ersten Sondierungsgesprächen mit der CDU in den nächsten Tagen entgegen. Sollte sich die Union jedoch weiter für die lähmende und jeglichen Wählerwillen missachtende Brandmauerpolitik entscheiden, dann steht auch fest: Die AfD ist jetzt die unangefochten stärkste Oppositionspartei in Fulda, an der kein Weg mehr vorbeiführen wird."

Ute Riebold (Die PARTEI)

"Wir haben auch in der Stadt Fulda wieder ein Mandat errungen. Genügend Menschen verstehen also was von Satire, guter Politik und Humor. Das ist sehr gut für unsere Stadt. Das ist das sehr gute Ergebnis dieser Wahl.

Ungefähr jeder fünfte Wähler hat die AfD gewählt. Gar nicht lustig. Wir stehen für Demokratie ohne Haken. Das Konzept der CDU auf Landes-, Bundes- und Europaebene ging mal wieder so gar nicht auf. Keine gute Idee, näher an die AfD zu rücken. Die SPD hat sich unser Mitleid verdient. Erfreulich, dass Die Linke und auch die Grünen in Fraktionsstärke im Stadtparlament vertreten sein werden.

Bleibt die Hoffnung, dass die CDU sich Koalitionspartner sucht, die darauf bestehen, Politik für alle Menschen in unserer Stadt zu machen. Denn: Ich bin in Fulda verliebt."

Elke Hohmann (Volt)

"Mit einer engagierten Teamleistung konnten wir die Anzahl der Mandate in der Stadt verdreifachen und im Kreis verdoppeln. Wir freuen uns sehr über das Vertrauen der Wählenden und darauf, die Kommunalpolitik in Fulda mitzugestalten."


OSTHESSEN|NEWS weist freundlich darauf hin, dass weitere Statements derzeit noch ausstehen!


59 Sitze werden für die Fuldaer Stadtverordnetenversammlung vergeben. Diese verteilen sich auf:

CDU

AfD
SPD

GRÜNE
FDP

Die Linke
CWE
Die PARTEI
Bündnis C
Volt

FREIE WÄHLER
FGG
OSTHESSEN|NEWS berichtet fortlaufend über die weiteren Entwicklungen. (mp) +++

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