Profis bei der Arbeit (97)

Alexander Pfannenstiel baut auf ein vernetztes, intelligentes Zuhause

Willkommen im vernetzten, intelligenten Zuhause: Alexander Pfannenstiel ist der Chef des Bad Hersfelder Start-up-Unternehmens "AP Smart Home".
Fotos: Stefanie Harth

05.04.2018 / BAD HERSFELD - Bei Alexander Pfannenstiel hat die Zukunft längst begonnen: Menschen für ein vernetztes, intelligentes Zuhause begeistern, das individuell auf deren Bedürfnisse zugeschnitten ist, – das will der gelernte Maschinenbautechniker. Im Februar letzten Jahres hob der 33-jährige Bad Hersfelder sein Start-up-Unternehmen „AP Smart Home“ aus der Taufe – zunächst als Nebengewerbe. Mittlerweile betreibt er sein Engineering-Büro hauptberuflich.



„Hinter Smart Home steckt ein riesiges Marktpotential“, sagt der selbständige Unternehmer, der sich noch vor drei Jahren „hobbymäßig“ mit Smart-Home-Lösungen auseinandersetzte – immer auf der Suche nach dem perfekten System. „Ich habe diverse Technik auf Herz und Nieren geprüft und einem Praxistest unterzogen.“ Anfangs sei es ihm vor allem darum gegangen, dass sich Bewohner sicher in ihren eigenen vier Wänden fühlen.

Und hier kommt der intelligente Einbruchschutz ins Spiel. „Smart Home kann mit seinen Abwehrmechanismen nicht nur ungebetene Gäste in die Flucht schlagen, sondern fühlt austretendes Wasser und warnt vor Feuer und Rauch“, erläutert Alexander Pfannenstiel. Das Leistungsspektrum geht freilich weit über Sicherheit hinaus: Klimakontrolle, Beleuchtung, Multiroom-System, Automatisierung und Datenverarbeitung sind weitere Komponenten der neuen Generation der Hausautomation.

Laut Statistik erspare ein volleingerichtetes Smart Home, das über Smartphone, Tablet, PC oder an der Wand angebrachte Bedienelemente (Taster, Schalter) gesteuert werden kann, jährlich bis zu 50.000 Handgriffe, berichtet der Start-up-Unternehmer. „Zudem schraubt es erheblich die Energiekosten herunter: Wenn niemand daheim ist, werden automatisch Standby-Geräte und Stromfresser – soweit sie nicht benötigt werden – vom Netz genommen, Licht ausgeschaltet und die Temperatur abgesenkt“, erklärt Alexander Pfannenstiel.

Wenn kleine Erdenbürger ihren Mittagsschlaf halten, regele das intelligente Zuhause die Lautstärke der Klingel und sorge im Kinderzimmer für optimale Lichtverhältnisse. Zur Freude aller Hausfrauen und Hausmänner: „Ist der Waschvorgang abgeschlossen, werden die Bewohner via Sprachmeldung benachrichtigt“, meint der Geschäftsmann. „Das geht so weit, dass das System eine Wetterprognose abgibt und empfiehlt, wo – an der frischen Luft oder im Trockenraum – die Wäsche aufgehängt werden soll.“ Setzt überraschend Regen ein, alarmiert das Smart Home umgehend die „Wäschewascher“ – gleichzeitig schließen sich vor dem Wolkenbruch die Fenster.

Wie Alexander Pfannenstiel bekräftigt, setzt er auf individuelle und optimale Lösungen – „das geht von der Mietswohnung übers Einfamilienhaus bis hin zum Großprojekt“. Bei „AP Smart Home“ komme alles aus einer Hand: „Wir übernehmen die Beratung, die Planung, die Installation, die Programmierung und den Service.“

Apropos Planung: Der Bad Hersfelder Unternehmer strebt an, im Landkreis Hersfeld-Rotenburg ein eigenes smartes Musterhaus zu errichten. „Wir möchten unser Portfolio den Menschen direkt vor Ort näherbringen, damit sie eine genauere Vorstellung davon bekommen, was sich hinter einem Smart Home verbirgt.“ Viele Dinge, die auf den ersten Blick kompliziert erscheinen, würden sich nach eingehender Betrachtung als kinderleicht zu verstehen entpuppen. Schließlich sei ein vernetztes, intelligentes Zuhause nicht mehr und nicht weniger als ein zeitgemäßes Wohnmodell. Mehr Infos: https://www.ap-smarthome.de/. (Stefanie Harth) +++

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