Profis bei der Arbeit (63)

R+S-Projektleiter Andreas Salfer ist auf der Baustelle "eigener Kleinunternehmer"

Projektleiter Andreas Salfer (links)
Fotos: privat

16.11.2017 / FULDA - Museum, Schule, Seniorenheim, Logistikhalle oder Polizeistation – Projektleiter Andreas Salfer ist auf den verschiedensten Baustellen aktiv. Der Elektromeister aus Flieden im südlichen Kreis Fulda ist seit mehr als zwei Jahren für die R+S-Gruppe mit Hauptsitz in Fulda im Einsatz. „Als Projektleiter im Bereich Elektrotechnik bin ich gemeinsam mit meinem Team dafür verantwortlich, dass der Strom am Ende da rauskommt, wo ihn der Bauherr haben möchte“, beschreibt er seinen Job in einem Satz.


Dahinter steckt natürlich jede Menge Arbeit. Denn moderne Gebäude stehen für Energieeffizienz und Nutzerkomfort und sind heutzutage regelrecht von Elektro- und Informationstechnik durchzogen. „Auf unseren Baustellen werden ohne weiteres bis zu 40 Tonnen Kabel verbaut“, so der 37-Jährige. Aber wie wird eigentlich sichergestellt, dass das Kabel auch an den richtigen Stellen liegt und die Anschlüsse funktionieren? Bevor es an der Baustelle zur Sache geht, starten im Hintergrund die Planungen. „Zu Beginn eines Projekts findet ein Kick-off Meeting statt, in dem wir unserem Team das Projekt vorstellen“, erklärt Andreas Salfer.

„Dafür erhalte ich als Projektleiter zunächst die Ausführungsplanung, die meist von einem Elektroplaner im Auftrag des Bauherren erstellt wurde.“ Eine solche Planung umfasst alle Details, die für die Elektrotechnik wichtig sind. Nach gründlicher Durchsicht der zur Verfügung gestellten Unterlagen beginnt dann die eigentliche Arbeit des Projektleiters – mit Mengenkalkulationen, Materialanforderungen, der Prüfung etwaiger Besonderheiten und natürlich der Zeit- und Kostenplanung.

„Ich bin im Grunde genommen dafür verantwortlich, dass alle Arbeiten, mit denen wir beauftragt sind, entsprechend unserer Kalkulation durchgeführt werden.“ Mit „wir“ meint Andreas Salfer sein Team, bestehend aus einem kaufmännischen Mitarbeiter, Montageleitung, Einkauf und Bauleitung. „In einem wöchentlichen Jour fixe schaffe ich mir auf der Baustelle einen Überblick über den Fortschritt und bespreche mit dem Bauherren, den Elektroplanern und Bauleitern die offenen Punkte“, berichtet der Elektro-Fachmann. „Als Projektleiter ist es meine Aufgabe, mich um unsere Teams zu kümmern. Gibt es Probleme mit Vorarbeiten, können nachfolgende Arbeiten gegebenenfalls nicht durchgeführt werden. Manchmal drückt auch an anderen Stellen der Schuh – dann trete ich zum Beispiel in den Dialog mit Bauherren oder Planern und trage Sorge dafür, dass unsere Arbeit stets auf höchstem Qualitätsstandard umgesetzt werden kann.“ Aber auch Gespräche mit Azubis und zum Beispiel die Betreuung rund um deren Berichthefte gehören zum Berufsalltag des Experten, denn neben seiner Tätigkeit als Projektleiter kümmert er sich als Ausbilder auch um die jungen Nachwuchskräfte im Bereich Elektrotechnik.

Für Andreas Salfer, der in der Regel zwei bis vier Projekte gleichzeitig betreut, mit Auftragsvolumen von bis zu 2,5 Millionen Euro, stellt es eine besondere Herausforderung dar, für viele Kolleginnen und Kollegen Verantwortung zu tragen. „Ich bin gerne für andere im Einsatz, organisiere und delegiere, sodass wir gemeinsam immer ein klares Ziel vor Augen haben und dies auch erreichen. Was gibt es Schöneres, als am Ende eines Projektes zu sehen, was man alles geschafft hat – und das tun wir dann, wenn man die Sicherung einlegt und alles so funktioniert, wie es geplant wurde.“ (ph) +++

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