Aus Fichtenholz und in F-Stimmung

Riesige Alphörner, warme Klänge: Die Schwarze-Berge-Bläser beim Regio'Markt

Am Sonntag begeisterten die Alphornbläser "Schwarze Berge" die Besucher des Weihnachtlichen Regio'Markts in Fulda.
Fotos: Marvin Myketin

22.12.2025 / FULDA - Am Sonntag begeisterten die Alphornbläser "Schwarze Berge" die Besucher des Weihnachtlichen Regio'Markts in Fulda. Priska Kohlbeck, die gemeinsam mit Roland Hahn die Organisation übernimmt, erklärte gegenüber OSTHESSEN|NEWS schon vorher ihre Vorfreude: "Es ist heimelig hier, die Leute kommen auf uns zu, schon beim Aussteigen aus dem Auto wollen sie wissen, wann wir spielen. Wir fühlen uns hier richtig wohl."


Die Alphornbläser Schwarze Berge sind ein traditionsreiches Ensemble aus der Rhön, das die majestätischen Klänge des Alphorns mit dem kulturellen Erbe der Region verbindet. Ihren Namen verdanken sie dem landschaftlich beeindruckenden Naturschutzgebiet Schwarze Berge, das zugleich Inspiration für ihre Musik ist. Die Gruppe spielt sowohl klassische Volksweisen als auch speziell arrangierte Alphornstücke und tritt bei Konzerten, Festen und kulturellen Veranstaltungen auf. Gegründet in den späten 1990er Jahren, hat sich das Ensemble kontinuierlich weiterentwickelt, sein Repertoire erweitert und begeistert seitdem Publikum in der Region und darüber hinaus.

Die Bläser traten am vierten Advent in einer kleinen Sechserbesetzung auf und spielten eine Stunde lang ohne Dirigent. "Der Ton kommt fast vier Meter von uns weg, deshalb müssen wir das Zusammenspiel genau üben", erklärt Kohlbeck. "Wir stehen in Reihe, nicken uns zu und vertrauen darauf, dass wir alle das gleiche Gespür für die Musik haben." Besonders interessant sind auch die technischen Details der Alphörner: Die Instrumente bestehen aus Fichtenholz, sind 3,68 Meter lang, in F-Stimmung und wiegen zwischen zweieinhalb und knapp drei Kilogramm. Mit ihnen sind bis zu zwölf Naturtöne möglich. "Jeder Bläser nimmt sein eigenes Mundstück mit, ansonsten können wir die Alphörner untereinander tauschen", so die Alphornbläser im Gespräch mit O|N.

Die Musikergruppe ist auch für ihre Auftritte auf der Kissinger Hütte bekannt geworden, die am 18. März 2025 bei einem verheerenden Brand zerstört wurde. Auch am Benefizkonzert in Bad Bocklet spielten sie. "Das war ein Schock für alle. Wir waren oft unter der Woche dort, haben Stücke gespielt - der Platz war ein richtiger Kraftort für uns." Geplant ist, dass die Hütte im Juli 2026 wieder eröffnet wird, worauf sich die Gruppe schon jetzt freut. (ms) +++

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