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Das Supermarkt-Karussell dreht sich weiter

Das sagt die Rewe-Group zur Tegut-Übernahme - Bio-Händler beschwert sich

Aus dem großen Tegut-Markt im Rechberggelände in Bad Hersfeld wird wohl ein Rewe- oder Penny-Markt
Fotos: Hans-Hubertus Braune

15.10.2026 / REGION - Die Puzzleteile setzen sich langsam zusammen und doch bleiben Fragen: Während Edeka 187 Standorte übernehmen darf und Tante Enso wohl 34 kleinere Filialen unter neuem Namen und Vertriebsweg weiterführen wird, hat nun auch die Rewe-Group für 38 Standorte die Zusage des Bundeskartellamtes erhalten.



Die Kunden werden künftig statt des orangefarbenen Logos ihres bisherigen Tegut Edeka, Netto, Rewe, Penny oder Tante Enso vorfinden. Für die hessischen Standorte in Flieden und Hofbieber (Kreis Fulda) sowie Hann. Münden (Landkreis Göttingen) gibt es wohl keine Lösung. Bei sieben Filialen, etwa im Werra-Meißner-Kreis, wurden andere Betreiber gefunden. Bei einer Vielzahl an Standorten steht weiter ein Fragezeichen, wie es dort weitergeht.

Im Main-Kinzig-Kreis hat Edeka-Habig bereits auf der Instagram-Seite des Händlers erklärt, dass sie die Filialen in Linsengericht und in Gelnhausen in der Leipziger Straße 74 übernehmen. "Die aktuellen Tegut-Märkte schließen zum 31. Oktober 2026. Nach einer kurzen Umbau- und Einrichtungsphase eröffnen wir die E-Center Habig am Montag, den 16. November 2026", postete Edeka-Habig zu den beiden neuen Standorten.

Münchener Bio-Händler beschwert sich

Laut dem Fachportal "top-agrar" hat der Bio-Händler "Vollcorner" Beschwerde gegen die Tegut-Übernahme durch Edeka im Raum München beim Oberlandesgericht Düsseldorf eingelegt. Derzeit ist offen, welche Auswirkungen dieses Verfahren hat. Bisher wurde zumindest keine aufschiebende Wirkung beantragt.

Davon unabhängig hat sich die Rewe-Group aus Köln am Mittwoch zur Entscheidung des Bundeskartellamtes in einer Pressemitteilung geäußert: "Heute wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht. Die Entscheidung schafft Klarheit und Planungssicherheit für alle Beteiligten. Gleichzeitig eröffnet sie eine langfristige Perspektive für die betroffenen Standorte, ihre Mitarbeitenden sowie die Kundinnen und Kunden", sagt Rewe-Group-Vorstand Peter Maly.

Bereits im April hatten die Beteiligten eine Vereinbarung über die Übernahme von bis zu 40 Tegut-Märkten unterzeichnet. Mit der Entscheidung des Bundeskartellamts ist das kartellbehördliche Prüfverfahren nun abgeschlossen. Die nächsten Umsetzungsschritte werden laut Rewe auf Grundlage der Entscheidung jetzt vorbereitet.

Mit der geplanten Übernahme verfolgt Rewe laut Pressemitteilung das Ziel, die Nahversorgung in den betroffenen Regionen langfristig zu sichern und die Zukunftsfähigkeit der Standorte zu stärken. Als genossenschaftlich organisiertes Handelsunternehmen verfügt Rewe über langjährige Erfahrung im Betrieb und in der Weiterentwicklung von Lebensmittelmärkten. Bewährte regionale Lieferbeziehungen sowie die Versorgung mit regionalen und Bio-Produkten sollen erhalten bleiben. Allen Mitarbeitenden der von der geplanten Übernahme betroffenen Tegut-Märkte soll laut Rewe im Zuge der Integration ein Beschäftigungsangebot gemacht werden. (hhb) +++

In der City-Galerie zieht wohl ein Netto-Markt für die dortige Tegut-Filiale ein

Auch die Tegut-Tüte auf dem Hinweisschild an der Heinrich-von-Stephan-Straße im Rechberggelände in Bad Hersfeld wird wohl in wenigen Wochen einem neuen Supermarktlogo weichen müssen

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