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Viel Ungewissheit - auch im Rathaus

Zwei Märkte, viele Fragezeichen: Wie geht es mit Tegut weiter?

Die beiden Tegut-Standorte in Alsfeld und Lauterbach stehen vor einer ungewissen Zukunft.
Fotos: Laura Struppe

09.10.2026 / ALSFELD / LAUTERBACH - Seitdem das Tegut-Aus besiegelt ist, ist die Zukunft für viele Märkte in der Region noch ungewiss. Dazu gehören auch die beiden Standorte in Lauterbach und Alsfeld (beide Vogelsbergkreis). Anders als beispielsweise in der Gemeinde Feldatal - der einzige Nahversorger in der Kommune und bald Tante Enso Laden - ist in den beiden Städten die Versorgung durch Rewe- oder Edeka-Märkte bereits abgedeckt. Gibt es in Alsfeld oder Lauterbach also bald einen zweiten zusätzlichen Markt? Was passiert mit den beiden Standorten? O|N hat nachgehakt.



Klar ist: Das Bundeskartellamt hat die Übernahme des Tegut-Marktes am Standort Alsfeld durch Edeka bereits untersagt. Auf O|N-Nachfrage erklärte die Pressestelle dazu: "Die Marktverhältnisse vor Ort werden anhand von sehr konkreten Analysen des tatsächlichen Einkaufsverhaltens der Kundinnen und Kunden vor Ort, der Verkehrsverhältnisse, Bebauung, Bevölkerungsdichte etc. bestimmt. Entscheidend ist stets die Frage, ob es auch nach einer Übernahme noch hinreichende Einkaufsalternativen gäbe - die Kundinnen und Kunden also zu anderen Anbietern ausweichen könnten oder die Position von Edeka nach einer Übernahme zu stark würde." Man solle Verständnis haben, dass man bei über 200 bundesweiten Standorten nicht auf konkrete Marktverhältnisse zu jedem einzelnen Standort eingehen könne.



Auch für Lauterbach ist eine Übernahme von Edeka bereits vom Tisch: "Der Standort ist nicht Bestandteil des von Edeka übernommenen Standortpakets", so die Edeka-Pressestelle kurz und knapp.

Bürgermeister haben keine Infos

Wäre Rewe also eine Option? Dazu lassen weder das Bundeskartellamt noch die Rewe-Group auf Nachfrage etwas durchsickern: "Es handelt sich weiterhin um ein laufendes Verfahren beim Bundeskartellamt, bei dem das Prinzip der Vertraulichkeit gilt. Wir bitten um Verständnis, dass wir über die bereits von uns kommunizierten Informationen hinaus aktuell keine weiteren Angaben machen können", schreibt uns Rewe. Vonseiten des Bundeskartellamtes heißt es:

Viele Fragen sind weiterhin offen: Wie lange bleiben die Märkte bestehen, wie lange werden die Mitarbeiter noch beschäftigt? Wann wird eine Entscheidung über die Zukunft des Marktes getroffen? Selbst die beiden Bürgermeister Holger Marx und Stephan Paule (beide CDU) wissen zu den aktuellen Vorgängen nichts. "Ich habe keinerlei Info vorliegen", sagt Marx im Gespräch mit O|N. Und auch Paule antwortet: "Ich kann keine der Fragen beantworten." (Luisa Heinz) +++

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