Nahversorgung gesichert

Edeka übernimmt rund 200 Tegut-Filialen: 4.500 Arbeitsplätze gerettet

Rund 200 tegut-Filialen sollen in den genossenschaftlichen EDEKA-Verbund integriert werden.
Fotos: picture alliance/dpa | Gregor Fischer

11.03.2026 / HAMBURG/REGION - Am Mittwochvormittag sorgte eine Nachricht in der Region für große Aufregung: Die Genossenschaft Migros Zürich plant, sich vollständig aus dem deutschen Markt zurückzuziehen. Im Zuge dieser strategischen Entscheidung wurde ein bedeutender Teil der Filialen der Supermarktkette Tegut an Edeka verkauft - vorausgesetzt, das Bundeskartellamt stimmt dem Deal zu. Auf Nachfrage von OSTHESSEN|NEWS äußerte sich inzwischen auch Edeka zu der geplanten Übernahme der tegut-Standorte.



"Insgesamt sollen rund 200 tegut-Filialen in den genossenschaftlichen EDEKA-Verbund integriert werden. Das ist ein wichtiger Schritt, um Arbeitsplätze zu sichern und die wohnortnahe Nahversorgung in vielen Regionen Deutschlands zu erhalten. Ohne diese Lösung hätte die Schließung von zahlreichen Standorten und der Verlust von mehr als 4.500 Arbeitsplätzen gedroht", erklärt Miriam Heimberg vom Edeka-Presseteam. Mit der schrittweisen Integration in den EDEKA-Verbund sind Investitionen in die Märkte, eine größere Sortimentsvielfalt, wettbewerbsfähige Preise sowie bessere Chancen für regionale und lokale Lieferanten verbunden.

"Mit dieser Einigung schaffen wir eine klare Zukunftsperspektive für die tegut-Märkte und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Unser Ziel ist es, die Standorte wirtschaftlich stabil aufzustellen, Arbeitsplätze zu sichern und die Nahversorgung für die Menschen vor Ort langfristig zu gewährleisten", so Markus Mosa, Vorstandsvorsitzender der EDEKA-Zentrale. "Unser genossenschaftliches Modell mit rund 3.200 selbstständigen Kaufleuten bietet dafür die besten Voraussetzungen." Vergleichbare Übernahmen – wie die Integration der Kaiser’s Tengelmann Filialen in den EDEKA-Verbund – haben bewiesen, dass auf diese Weise Arbeitsplätze nicht nur gesichert, sondern ausgebaut werden konnten und vorher wirtschaftlich nicht mehr tragfähige Filialen wieder in eine positive Ertragslage geführt werden konnten. (ms/pm) +++

Markus Mosa, Vorstandsvorsitzender der EDEKA-Zentrale.
Foto: picture alliance/dpa | Gregor Fischer

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