Bürgermeister Lück hat klares Ziel

Trifft es vor allem die "kleinen" Märkte? Zukunft für Tegut in Kirtorf ungewiss

Kirtorfs Bürgermeister Christoph Lück vor dem Tegut-Markt in der Stadt.
Foto: Stadt Kirtorf

13.03.2026 / KIRTORF - Der Lebensmittelhändler Tegut steht vor dem Aus, nachdem bekannt wurde, dass Edeka einen Großteil der Märkte übernehmen will. Beobachter gehen davon aus, dass vor allem größere Filialen in wirtschaftlich attraktiven Mittelzentren für den Käufer interessant sind. In vielen kleineren Kommunen wächst deshalb die Sorge um die zukünftige Nahversorgung. Auch in Kirtorf richtet sich der Blick nun auf den dortigen Tegut-Markt – und auf die Frage, wie es mit dem Standort weitergeht.



Für Bürgermeister Christoph Lück kam die Nachricht am Mittwoch überraschend. "In den vergangenen Monaten gab es zwar erste Hinweise, dass sich im Unternehmen Veränderungen abzeichnen könnten, dennoch kommt dieser Schritt in dieser Deutlichkeit unerwartet", sagt er im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS. Lück berichtet, dass Tegut in den vergangenen Jahren noch vorhatte, den Standort in Kirtorf auszubauen. "Nachdem diese Planungen jedoch nicht umgesetzt wurden, vermutete ich, dass es möglicherweise zu Veränderungen kommen könnte."

Ungewissheit

Schon zu dieser Zeit stand der Bürgermeister im Austausch mit der Betreiberin - diese Gespräche wolle er nun kurzfristig wieder aufnehmen. "Der Markt bei uns gehört zu den inhabergeführten Standorten." Zum jetzigen Zeitpunkt lässt sich nicht beurteilen, welche Folgen die Entwicklungen der letzten Tage für den Markt in Kirtorf haben.

In Kirtorf ist der Tegut-Supermarkt der einzige Lebensmittelversorger. "Mein klares Ziel als Bürgermeister ist es, dass der Lebensmittelstandort in Kirtorf erhalten bleibt. Gerade im ländlichen Raum ist eine funktionierende Nahversorgung ein zentraler Bestandteil der Lebensqualität – insbesondere für ältere Menschen, die auf kurze Wege und eine verlässliche Versorgung angewiesen sind. Ob Unternehmen wie EDEKA oder REWE Interesse an unserem Standort haben könnten, kann ich derzeit noch nicht beurteilen." Lück unterstreicht noch einmal, dass er sich dafür eine Perspektive einsetzen und aktiv Gespräche mit möglichen Betreibern suchen wolle. (lu) +++

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