Bürgermeister zum Tegut-Aus

"Es werden einige Tegut-Märkte auf der Strecke bleiben"

Die Gerüchteküche brodelte, jetzt ist es Gewissheit: Tegut steht vor dem Aus.
Foto: Moritz Bindewald

12.03.2026 / REGION VB - Die Gerüchteküche brodelte lang, jetzt ist es Gewissheit: Tegut steht vor dem Aus. Die Genossenschaft Migros Zürich (GMZ) zieht sich aus dem deutschen Markt zurück und hat bereits mit Edeka einen Vertrag zur Übernahme eines wesentlichen Teils der Tegut-Gruppe unterzeichnet. Insgesamt betreibt Tegut in Deutschland über 300 Märkte - darunter viele in Osthessen. Doch was passiert nun mit den Standorten im Vogelsberg?



Für Lauterbachs Bürgermeister Rainer-Hans Vollmöller kam die Nachricht ebenfalls überraschend. "Ich hatte vorab keine Kenntnisse davon." Er könne sich gut vorstellen, dass einige Tegut-Märkte auf der Strecke bleiben, glaubt aber nicht, dass der Standort in Lauterbach aufgegeben wird. "Lauterbach ist als Mittelzentrum strategisch auch in der Vergangenheit bei der Ausrichtung von Tegut immer dabei gewesen. Ich kann mir vorstellen, dass es Edeka genauso handhabt." Vollmöller denkt, dass eher die kleineren Standorte von einer Schließung betroffen sein werden.

Einen kleineren Tegut-Markt gibt es in der Gemeinde Feldatal (Vogelsbergkreis). Bürgermeister Leopold Bach sagt auf Nachfrage von OSTHESSEN|NEWS, dass ihm zum aktuellen Zeitpunkt keine konkreten Informationen über mögliche Auswirkungen auf die Tegut-Standorte in der Gemeinde vorliegen. "Daher können wir derzeit keine belastbare Aussage zur weiteren Entwicklung treffen. Unabhängig davon ist der Erhalt eines Lebensmittelmarktes für die Nahversorgung in unserer Gemeinde von großer Bedeutung. Wir hoffen daher, dass auch künftig eine verlässliche Versorgung für die Bürgerinnen und Bürger in Feldatal sichergestellt bleibt."

Alsfelds Bürgermeister Stephan Paule äußert sich auf O|N-Nachfrage zum Standort in Alsfeld: "Mir liegen keine Informationen zum Verkauf von Tegut und zur Zukunft des Alsfelder Standortes vor. Ich hoffe, dass der Standort von einem Unternehmen übernommen wird und alle Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze behalten. Als Mittelzentrum und zentraler Einkaufsstandort der Region lebt Alsfeld von der Vielfalt der hier ansässigen Geschäfte. Diese muss erhalten bleiben. (lu) +++

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