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Unsicherheit bei Mitarbeitern und Kunden

Viele offene Fragen zur Tegut-Übernahme - Was wird aus dem Logistikzentrum?

Das Logistikzentrum von Tegut an der Autobahn A7 nahe der Anschlussstelle Hünfeld/Schlitz
Fotos: Hans-Hubertus Braune

09.10.2026 / REGION - Wie geht es nach der großflächigen Übernahme der Tegut-Filialen durch die Handelskette Edeka weiter? Das Bundeskartellamt hatte wie berichtet seine Zustimmung für 178 Standorte gegeben. 24 weitere Filialen darf Edeka zumindest in den nächsten vier Jahren nicht erwerben und Tante Enso übernimmt 36 kleinere Standorte. Diese laufen bereits seit wenigen Tagen unter dem Label des Unternehmens mit Sitz in Bremen. Die detaillierte Umstellung wird aber noch einige Monate brauchen.


Auch die Herzberger Bäckerei und das Logistikzentrum in Michelsrombach, direkt an der Autobahn A7 an der Anschlussstelle Hünfeld/Schlitz gelegen, gehen an Edeka. Soweit die Fakten.

Wie genau der Übergang bei den von Edeka übernommenen Filialen nun abläuft, ist offiziell noch nicht bekannt. Fakt ist, dass im Hintergrund viele Gespräche notwendig sind. Etwa, um die Fortführung der Warenlieferungen sicherzustellen. Zu hören ist, dass die Übernahme möglichst zeitnah geschehen soll. Durch die lange Zeit unklare Situation sind die laufenden Verträge sicher ein Thema, das nun geklärt werden muss.

80.000 Quadratmeter. Hallenfläche und hunderte Mitarbeiter an der A7

Eine zentrale Rolle spielt vermutlich das im Sommer 2023 fertiggestellte Logistikzentrum. Auf imposanten 80.000 Quadratmetern Fläche werden dort viele Waren kommissioniert und verteilt. Laut OSTHESSEN|NEWS-Recherche arbeiten dort aktuell mehrere hundert Menschen. Ob Edeka den Betrieb vollständig weiterführt oder das Logistikzentrum zu einem einfachen Umschlag umbaut, ist unklar. Nach O|N-Recherche stehen wohl zwei Drittel der Jobs zumindest infrage.

Konkret will sich Edeka zum jetzigen Zeitpunkt dazu nicht äußern. Auf Nachfrage schreibt das Unternehmen: "Durch den vollständigen Rückzug von Migros aus Deutschland drohte eine komplette Schließung des Lagers mit dem Verlust aller Arbeitsplätze. Um dennoch einen möglichst großen Teil der Arbeitsplätze zu erhalten, haben wir für das Logistikzentrum in Hünfeld-Michelsrombach ein Fortführungskonzept entwickelt. Die erforderlichen Gespräche und Entscheidungen sind allerdings noch nicht abgeschlossen. Daher bitten wir um Verständnis, dass wir Ihnen zum aktuellen Zeitpunkt noch keine konkreten Zahlen mitteilen können."

Neben Edeka will auch die Rewe-Gruppe einige Standorte übernehmen. In diesem Verfahren sind die Prüfungen des Bundeskartellamtes noch nicht abgeschlossen: "REWE hat im laufenden Hauptprüfverfahren ein Zusagenangebot vorgelegt. Die Prüffrist läuft nach einer Verlängerung derzeit bis zum 29. Oktober 2026. Eine Entscheidung in diesem Verfahren steht noch aus", hatte die zuständige Behörde in ihrer Pressemitteilung dazu erklärt. (Hans-Hubertus Braune) +++

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