Zukunft des Gummi-Areals

Sondierungsgespräche laufen: "Arbeiten mit Hochdruck an einer Entwicklung"

Im Hintergrund laufen Gespräche zur künftigen Nutzung des Gebäudesareals.
Archivfoto: O|N/Moritz Pappert

17.09.2026 / FULDA - 125 Jahre lang prägte das Goodyear-Werk den Industriestandort Fulda. Seit dem Produktionsende am 30. September 2025 stehen die Hallen in der Künzeller Straße still. Immer mehr rückt die Frage in den Vordergrund, wie es mit dem riesigen Areal nun weitergeht. Die Stadt Fulda arbeitet derzeit mögliche Perspektiven aus, die Sondierungsgespräche laufen.


Rückblick: Im Jahr 2023 bahnte sich das Aus bereits mehrfach an. Im November folgte dann die Hiobsbotschaft, die die osthessische Region erschütterte. Lautstarke Proteste seitens Politik und Gewerkschaften blieben nicht aus. Rund 1.050 Arbeitsplätze waren von der Schließung betroffen. Im Brauhaus Wiesenmühle kamen die Beschäftigten im Herbst 2025 ein letztes Mal zusammen, um mit diesem Kapitel abzuschließen.

Wieder Arbeitsplätze schaffen

Die Stadt Fulda sicherte sich im weiteren Verlauf das Vorkaufsrecht. Anfang Juli dieses Jahres konnte die notarielle Vereinbarung mit der Goodyear Germany GmbH unterzeichnet werden (O|N berichtete). Das Gelände soll dabei städtebaulich entwickelt werden, hierzu werden Sondierungsgespräche geführt. "Aus Sicht des Magistrats kommen insbesondere Nutzungen im Bereich der Industrie, der Produktion, des Handels und Gewerbes im Allgemeinen in Betracht. Zudem ist die Nutzung für ein Depot, als auch für das Klinikum Fulda denkbar", lautet die schriftliche Antwort von Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU) zu einer Anfrage der "FFF"-Fraktion aus der jüngsten Stadtverordnetenversammlung.

Und weiter: "Ziel ist es, bis zum Ende des Jahres 2026 die gesammelten Erkenntnisse der Sondierungen zu bewerten, sodass im Jahr 2027 formelle Schritte wie Planverfahren oder Vertragsschlüsse begonnen werden können." Primär gehe es dem Magistrat vor allem darum, neue Arbeitsplätze auf den Weg zu bringen und "neue Wertschöpfung auf dem ehemaligen Industrieareal" zu schaffen.

Sondierungsgespräche: "Interessenlage sehr erfreulich"

Zum Status quo heißt es ergänzend auf OSTHESSEN|NEWS-Anfrage aus der Magistratspressestelle: "Die Stadt Fulda ist erst seit Kurzem in Besitz der Liegenschaft und arbeitet mit Hochdruck an einer Entwicklung. In der Kürze der Zeit sind Ergebnisse noch nicht zu erwarten, gleichwohl können wir bekunden, dass die Interessenlage sehr erfreulich ist und wir bezüglich einer künftigen Nutzung entsprechende Gespräche führen." (mkr) +++







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