Goodyear-Areal ist Stadtgespräch

Wird die Domstadt Umschlagplatz für Leasingfahrzeuge?

Das ehemalige Goodyear-Areal zählt zu den größten innerstädtischen Entwicklungsflächen in Fulda.
Archivfoto: O|N/ Hendrik Urbin / Christian P. Stadtfeld

10.02.2026 / FULDA - Nach der Schließung des traditionsreichen Goodyear-Werks in der Künzeller Straße in Fulda - einem der prägenden Industriestandorte der Domstadt - dreht sich die Debatte aktuell vor allem um die Frage: Was passiert mit dem riesigen, rund 17 Hektar großen Gelände?



Der Reifenhersteller hatte den Standort im Herbst 2025 nach etwa 125 Jahren endgültig aufgegeben, was für die Region einen wirtschaftlichen Einschnitt bedeutete.

Stadt hat Vorkaufsrecht

Das Areal wurde laut dem hr inzwischen an die Bad Sodener (Main-Taunus) Immobilienfirma W&L AG verkauft. Daher könnte diese Firma das Gelände künftig als Umschlagplatz für Leasingfahrzeuge nutzen - es wäre faktisch ein großer Fahrzeugparkplatz und Logistikstandort mitten in der Stadt. Am Dienstagabend will W&L AG der Stadt Fulda ihre konkreten Pläne vorstellen - ein Termin, der für die weitere Entwicklung entscheidend ist. Gleichzeitig hat Fulda ein Vorkaufsrecht auf das Gelände, das die Stadtverwaltung per Satzung gesichert hat, um bei wichtigen städtebaulichen Flächen mitreden zu können (OSTHESSEN|NEWS hat darüber bereits ausführlich berichtet).

Die Stadtverordnetenversammlung hat bereits den Haushalt entsprechend ergänzt, um das Vorkaufsrecht bei Bedarf auszuüben – und dazu Kreditmittel von bis zu 18 Millionen Euro für einen möglichen Kauf eingeplant. Sollte die Nutzungsidee der W&L AG die Stadt nicht überzeugen, könnte Fulda also selbst zugreifen und über alternative Entwicklungsmodelle entscheiden. (ms) +++

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