Zukunft des ehemaligen Goodyear-Werks

"Wir wollen handlungsfähig bleiben": Stadt prüft nun Vorkaufsrecht

Neue Entwicklungen rund um das Goodyear-Areal.
Archivfotos: O|N/Rene Kunze

16.01.2026 / FULDA - Nach der Schließung des Goodyear-Werks und dem angekündigten Verkauf großer Teile des Areals (O|N berichtete) positioniert sich nun die Stadt Fulda. Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU) betont: Die Kommune will handlungsfähig bleiben - und prüft sowohl einen eigenen Flächenerwerb als auch das Vorkaufsrecht.



Nach dem endgültigen Aus für das traditionsreiche Goodyear-Werk in der Künzeller Straße rückt die Zukunft des rund 17 Hektar großen Areals weiter in den Fokus. Der Reifenhersteller hat angekündigt, wesentliche Teile des ehemaligen Werksgeländes an die W&L Logistics GmbH i.G. verkaufen zu wollen. Die Stadt Fulda wurde nach eigenen Angaben über die Verkaufsabsichten informiert.

Wie die Stadt mitteilt, handelt es sich dabei nicht um die gesamte Fläche, jedoch um den überwiegenden Teil des Areals. Parallel dazu steht die Kommune weiterhin in Gesprächen mit Goodyear über den möglichen Erwerb einer kleineren Teilfläche: Konkret geht es um eine rund 8.000 Quadratmeter große Parkplatzfläche entlang der Michael-Henkel-Straße.

Vorkaufsrecht wird intensiv geprüft

"Eine solche Entwicklungsfläche, deren Boden nach unserem Kenntnisstand nahezu rückstandsfrei ist, wäre enorm wichtig für die Stadt", erklärt Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld. Goodyear habe der Stadt signalisiert, einen Verkauf dieser Fläche grundsätzlich zu ermöglichen. Die zuständigen städtischen Gremien sollen sich in Kürze mit dem möglichen Erwerb befassen.

Über weiteres Vorgehen wird beraten

Ferner prüft die Stadt Fulda derzeit intensiv, ob das per Satzung gesicherte Vorkaufsrecht für die übrigen Flächen des Goodyear-Areals ausgeübt werden soll. Dies könne, so die Stadt, auch in Kooperation mit weiteren Partnern erfolgen. In den kommenden Tagen und Wochen sollen die politischen Gremien über das weitere Vorgehen beraten.

Die Stadt hatte bereits im vergangenen Jahr deutlich gemacht, dass sie für das Areal eine gewerbliche oder industrielle Folgenutzung anstrebt. Ziel sei es, neue Arbeitsplätze zu schaffen und den Wirtschaftsstandort Fulda langfristig zu stärken. Mit der im Sommer 2025 beschlossenen Vorkaufssatzung hatte sich die Kommune zusätzliche Handlungsspielräume gesichert. (ems) +++

Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU)
Archivfoto: O|N/Hendrik Urbin
Blick auf das riesige Werksareal.
Archivfotos: O|N/Marvin Myketin

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