Haupt- und Finanzausschuss tagt

Bahnhofsviertel wird in Förderungsprogramm aufgenommen - neues MVZ kommt

Am Kopfende: OB Wingenfeld und Ausschussvorsitzender Hans-Dieter Alt (beide CDU)
Fotos: Victor Brühl

27.01.2026 / FULDA - Das Fuldaer Bahnhofsviertel wird in das Städtebauförderprogramm Wachstum und nachhaltige Erneuerung aufgenommen. Das teilte Stadtbaurat Daniel Schreiner (parteilos) während der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses der Stadtverordnetenversammlung mit.



Zu den möglichen Einzelmaßnahmen zählt auch die Entsiegelung von Flächen, und Ute Riebold (Die Partei), wollte wissen, wo das möglich sei. Die Prüfung von möglichen Entsiegelungsflächen ist ein Pflichtbaustein bei der Erstellung des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK)– und dazu stehen wir", antwortete Schreiner. Das nun zu erstellende ISEK bildet die Handlungsgrundlage für sämtliche Einzelmaßnahmen, die im Zuge der 10-jährigen Förderperiode umgesetzt werden sollen. Es gab auch personelle Entscheidungen: in die Verbandsversammlung der ekom21 - KGRZ Hessen wird der neue Hauptamtsleiter Marco Herbert entsandt, und neuer stellvertretender Ortsgerichtsvorsteher im Ortsgericht Fulda VI wird der Maberzeller Stefan Frauenholz. Die Situation der medizinischen Versorgung in und um Fulda wurde lebhaft angesichts der geplanten Gründung eines medizinischen Versorgungszentrums diskutiert.

Neues MVZ von Klinikum und HJK

"Es gibt Engpässe", erklärte Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU). Das MVZ, das zur Hälfte vom Städtischen Klinikum und zur Hälfte vom Herz-Jesu-Krankenhaus getragen werden soll, werde allgemeinmedizinische, aber auch fachärztliche Leistungen anbieten. Auf letzteres habe man bisher mit Rücksicht auf die hiesigen Fachärzte verzichtet. Aber viele Praxen im allgemeinmedizinischen oder fachärtzlichen Bereich schlössen, weil der Nachwuchs fehle. Die Notfallaufnahmen seien überlastet. Junge Ärzte wären oft lieber angestellt als selbständig. Für diese sei die Arbeit in einem MVZ attraktiver. Das MVZ sollte aber keine Konkurrenz zu den niedergelassenen Ärzten sein.

Kritisch beleuchtete unter anderem Marie-Louise Puls (Grüne) die Rolle der Kassenärztlichen Vereinigung, die über die Zahl der Arztstellen in den Kommunen entscheide. Mit Blick auf Künzell und Petersberg sah hier Jonathan Wulff (SPD) noch Kapazitäten, und Martin Jahn (CWE) sah in einem MVZ in Fulda auch ein Angebot für Bürger aus dem Kreis. Auch der Beschlussempfehlung zur Einrichtung eines MVZ stimmten die Ausschussmitglieder einhellig zu. (Bernd Götte) +++

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