"Ein Schlag ins Gesicht für die Region"
Goodyear: Hunderte Mitarbeiter protestieren vor dem Werk
Fotos: Nina Bastian
04.07.2023 / FULDA -
"Das ist ein Desaster"
Neben Mitarbeitern aus Fulda und anderen Standorten sind auch Vertreter der Politik angereist. Die Kernaussage: "Jetzt gut ausgebildete Mitarbeiter zu entlassen, ist ein Fehler, der dem Standort schadet." Neben dem Fuldaer Landrat Bernd Woide sprachen auch Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld, Landtagsabgeordnete Silvia Brünnel (Grüne) und Landtagsabgeordnete Sabine Waschke (SPD) zu den Anwesenden.In drei Wellen wolle man die insgesamt 560 Kündigen durchführen. "Das sind dann fast 1.000 Beschäftigte, die innerhalb von fünf Jahren am Standort Fulda ihren Job verlieren", erläutert Betriebsrätin Ines Sauer. "Wir haben daran geglaubt und darauf gebaut, dass das Werk zukunftsfähig ist." Zwei Monate vor der Verkündung habe man sich laut Sauer noch nichts anmerken lassen. "Bei der Betriebsversammlung hieß es noch, es sei alles super." Danach kam der herbe Schlag.
Bereits 2019 hatte Goodyear in Fulda Arbeitsplätze gestrichen. "Jetzt reicht es!", sagt Anne Weinschenk. "Der Betrieb braucht keinen weiteren Arbeitsplatzabbau, sondern Investitionen. Der Arbeitgeber muss sich darauf einstellen, dass wir mit allem kämpfen werden, was wir zur Verfügung haben. Um jeden einzelnen Arbeitsplatz."
Für die Beschäftigten und ihre Familien sind die Pläne eine Katastrophe. Viele von ihnen arbeiten schon seit Jahrzehnten im Unternehmen und sind auf den Lohn angewiesen. (nb) +++
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