"Besondere Herausforderungen"

Nach Schnee-Chaos: Innenminister Roman Poseck dankt den Einsatzkräften

Der heftige Wintereinbruch mit außergewöhnlich großen Schneemengen hat Osthessen seit Montag vor erhebliche Herausforderungen gestellt.
Symbolbild: O|N Archiv

30.01.2026 / REGION - Der heftige Wintereinbruch mit außergewöhnlich großen Schneemengen hat Osthessen seit Montag vor erhebliche Herausforderungen gestellt. Innenminister Roman Poseck betonte jetzt gegenüber OSTHESSEN|NEWS die Ausnahmesituation und dankte den Einsatzkräften ausdrücklich für ihre umfangreiche Arbeit.



"Die aktuelle winterliche Wetterlage mit erheblichen Schneemengen am gestrigen Tag stellte alle beteiligten Stellen vor besondere Herausforderungen, vor allem mit Blick auf die Auswirkungen auf den Straßenverkehr", erklärte Poseck am Dienstag. Verschneite Fahrbahnen und massive Glätte hätten die Einsatzkräfte seit dem späten Sonntagabend "stark in Anspruch" genommen.

Störfallmanagement ausgerufen

Um die Lage insbesondere auf den Autobahnen koordinieren zu können, wurde das sogenannte Störfallmanagement aktiviert. Es umfasst die vorbereitende Planung, die kontinuierliche Lageüberwachung sowie die koordinierte Gefahrenabwehr bei witterungsbedingten Verkehrsproblemen und Unfällen.

Ziel sei es, so Poseck, "die Verkehrssicherheit so weit wie möglich aufrechtzuerhalten" und durch abgestimmtes Handeln von Straßenbetrieben, Polizei, Feuerwehr, THW und Rettungsdiensten Beeinträchtigungen und mögliche Schäden zu minimieren.

Mehr als 100 Unfälle - zahlreiche Lkw bleiben hängen

In der Leitstelle der osthessischen Polizei eine hohe zweistellige Zahl an Meldungen ein. Festgefahrene oder querstehende Fahrzeuge sorgten für erhebliche Probleme auf den Autobahnen. Insgesamt registrierten die Beamten über 100 Verkehrsunfälle.

Besonders betroffen war der Schwerverkehr: Auf Steigungsstrecken kam es stellenweise zu vollständigen Blockaden. Aber auch Land- und Bundesstraßen waren von zahlreichen Unfällen betroffen. Glücklicherweise blieb es überwiegend bei Sachschäden; lediglich einzelne Personen erlitten leichte Verletzungen.

Dass keine schwereren Folgen zu verzeichnen sind, führt Poseck auch auf das Verhalten der Verkehrsteilnehmenden zurück: Viele hätten ihr Fahrverhalten den winterlichen Bedingungen angepasst und ihr Ziel "wenn auch teilweise verspätet – sicher erreicht".

Großeinsatz über viele Stunden

Während der gesamten Lage arbeitete die osthessische Polizei eng mit den Gefahrenabwehrzentren der drei Landkreise zusammen. Polizei, THW, Feuerwehr, DRK, Malteser sowie die Autobahnmeistereien waren über viele Stunden im Einsatz.

Neben Räum- und Streufahrzeugen wurden auch Betreuungszüge eingesetzt, die feststeckende Verkehrsteilnehmer mit heißen Getränken und Decken versorgten. Poseck lobte die gute Abstimmung aller beteiligten Organisationen: Diese habe wesentlich dazu beigetragen, die Auswirkungen des Winterwetters abzumildern.

Minister dankt den Einsatzkräften

Innenminister Poseck fand klare Worte des Respekts und der Anerkennung: "Mein aufrichtiger Dank gilt allen Einsatzkräften, die in diesen Stunden Außergewöhnliches geleistet haben. Sie waren bei schwierigen Bedingungen unermüdlich im Einsatz, oft über viele Stunden hinweg, bei Kälte, Schnee und großer Belastung. Ihr professionelles Handeln, ihre Einsatzbereitschaft und ihr Zusammenhalt sind das Rückgrat unserer Sicherheit."

Er selbst sei am Montag zu einem Termin in Köln gewesen - dort sei die Lage "wesentlich entspannter" gewesen, als in Osthessen.

Ausblick: Vorsicht bleibt geboten

Poseck appelliert an alle Verkehrsteilnehmenden, auch in den kommenden Tagen umsichtig zu bleiben:
"Der Winter hält uns noch ein Stück in Atem, daher ist es wichtig, dass wir auch in den kommenden Tagen aufmerksam, umsichtig und vorsichtig bleiben." (mmb) +++

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