"Warum ist meine Straße nicht geräumt?"

Schneechaos und glatte Straßen in Osthessen: Das leistet der Winterdienst

Das leistet der Winterdienst beim Schneechaos.
Symbolfotos: O|N

27.01.2026 / REGION - Sonntagabend erreichte unsere Region die Nachricht: Der Winter kommt zurück - und das zeigte sich bereits in den frühen Morgenstunden am Montag. So hat der weiße Winter Osthessen wieder fest im Griff. Schnee, Glätte und rutschige Fahrbahnen sorgen vielerorts für schwierige Bedingungen. Genau deshalb hat OSTHESSEN|NEWS bei Hessen Mobil nachgefragt, wie die Lage aktuell aussieht.



Bei solch einem "Schneechaos" erhält unsere Redaktion so manche verständnislose, wütende Mail. Dabei regen sich einige Leserinnen und Leser über den Winterdienst auf: "Wie kann es sein, dass in Fulda bei starkem Schneefall offenbar jedes Jahr aufs Neue nichts funktioniert? Wenn so viel Schnee liegt, dass der erste Schneepflug erst um neun Uhr morgens zu sehen ist und Straßen sowie Gehwege bis dahin kaum oder gar nicht geräumt sind, sorgt das bei vielen Bürgerinnen und Bürgern für großes Unverständnis. Jahr für Jahr scheint es so, dass Fulda auf Schneefall nicht vorbereitet ist." Um diese Fragen zu klären, traf sich O|N mit Host Buchenau, Verbundleiter der drei Straßenmeistereien im Landkreis Fulda.

"Wir versuchen zunächst den überregionalen Verkehr zu gewährleisten"

Glücklicherweise wurden die Winterdienste bereits vorgewarnt und konnten sich so auf die gewaltige Schneemenge vorbereiten. "Die insgesamt 21 Fahrzeuge sind von den Standorten Hünfeld, Gersfeld und Neuhof seit etwa 2 Uhr unterwegs", antwortete Buchenau. "Wir sind gut aufgestellt und fahren auch den gesamten Tag über weiter." Eine Frage, die viele beschäftigt: "Warum ist meine Straße nicht geräumt?" Auch darauf weiß der dreifache Verbundleiter eine Antwort. "Wir fahren Bundes-, Landes- und Kreisstraßen gleichermaßen an, aber wir versuchen zunächst, den überregionalen Verkehr zu gewährleisten. Gleichzeitig versuchen wir, den Einsatz für Rettungsdienste und Einsatzkräfte zu ermöglichen." Dadurch und mit dem stetigen Schneefall kann es also gut sein, dass die eigene Dorfstraße nicht rund um die Uhr geräumt ist.

Aufgrund der verständnislosen Mails konfrontierten wir Buchenau mit der Kritik. Er ergänzte zu seinen bereits getroffenen Aussagen: "Kritiker gibt es immer. Eins darf man aber nicht vergessen: Wir haben im Landkreis mehr als 1.000 Kilometer zu betreuen und das mit 21 Fahrzeugen. Da können wir nicht an jeder Stelle zu jeder Zeit eine schwarze Straße gewährleisten." So appellierte er im gleichen Zuge an das Verständnis und die Rücksichtnahme der Verkehrsteilnehmer.

Manchmal wirkt es so, als wäre ausgerechnet man selbst von einer verschneiten Fahrbahn betroffen. Behalten wir also alle im Hinterkopf, dass hinter dieser Arbeit Menschen stecken, die seit Stunden für uns im Einsatz sind. Planen Sie in diesen winterlichen Tagen genügend Zeit ein und passen Sie Ihre Fahrweise den Bedingungen an. Wer vorsichtig unterwegs ist, kommt sicher und ohne Stress an seinem Ziel an. (Mia Schmitt) +++

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