Über 100 Unfälle gemeldet

Zwischen Schnee, Eis und Einsätzen: Polizei zieht Bilanz zum Winterchaos

Mit viel Schnee und Eis hat der Winter unsere Region wieder fest im Griff. Was bei einem solchen Wetter - neben den Skifahrern - leider nicht unüblich ist, sind die Blaulichteinsätze.
Archivfotos: O|N

28.01.2026 / REGION - Mit viel Schnee und Eis hat der Winter unsere Region derzeit fest im Griff. Was bei einem solchen Wetter - neben den Skifahrern - leider nicht unüblich ist, sind die Blaulichteinsätze. So kam es in den frühen Montagmorgenstunden in Osthessen bereits zu 20 Einsätzen - Tendenz steigend. Besonders die Autobahnen A4, A5, A7 und A49 sind in diesem Zusammenhang zu erwähnen. Jetzt zieht die Polizei eine abschließende Bilanz - und spricht darüber, was wirklich passiert ist und welche Schlüsse sie aus dieser ungewöhnlichen Wetterlage zieht.



Auch in Südosthessen kam es zu einigen Einsätzen. 58 Verkehrsunfälle, zahlreiche festgefahrene Fahrzeuge und mehrere gefährliche Situationen forderten die Beamtinnen und Beamten nahezu rund um die Uhr, wobei es meist bei Sachschäden blieb. Zu den Vorfällen zählten unter anderem Kollisionen mit Linienbussen, umgekippte Winterdienstfahrzeuge, ein Baum, der auf ein Auto stürzte sowie riskante Schneewürfe von Brücken. Parallel stellte die Polizei bei Kontrollen in Hanau zahlreiche Verstöße fest - von mangelhafter Bereifung über nicht vom Schnee befreite Fahrzeuge bis hin zu Gurt- und Handyverstößen - und betonte erneut, wie wichtig angepasste Geschwindigkeit und ein verkehrssicheres Fahrzeug bei winterlichen Bedingungen sind.

100 Unfälle - mit Meldungen von Straßenglätte und Verkehrsbehinderungen

Glücklicherweise seien auch in Osthessen hauptsächlich Sachschäden die Folge gewesen - so beispielsweise in Schotten und Niederaula. Lediglich vereinzelt sind Personen leicht verletzt worden. Am Dienstagmittag fasste Marc Leipold, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Osthessen, den schneeintensiven Tag zusammen: "Insgesamt wurden der Polizei im Zeitraum von Sonntagabend bis Dienstagvormittag über 100 Verkehrsunfälle gemeldet. Zudem kam eine hohe zweistellige Anzahl an Meldungen bezüglich Straßenglätte oder allgemeiner Verkehrsbehinderungen zusammen - beispielsweise durch Schnee oder liegengebliebene Fahrzeuge."

Glücklicherweise blieben Unfälle mit schwerverletzten Personen nach Erkenntnissen der Beamten aus. "Was sicherlich auch dem geschuldet ist, dass der überwiegende Teil der Verkehrsteilnehmenden das persönliche Fahrverhalten an die äußerlichen Bedingungen angepasst hat und somit ihr Ziel sicher - wenn auch möglicherweise etwas verspätet - erreicht hat", erklärte Leipold gegenüber OSTHESSEN|NEWS.

Die osthessische Polizei hat in all der Zeit eng mit den Gefahrenabwehrzentren der Landkreise zusammengearbeitet. Unter anderem waren zahlreiche Kräfte von THW, Feuerwehr, DRK und Malteser sowie die Autobahnmeistereien über unzählige Stunden im Einsatz. Neben den Räum- und Streufahrzeugen waren mehrere Betreuungszüge unterwegs, um die im Stau Stehenden mit heißen Getränken und Decken bestmöglich zu versorgen.

Da die winterlichen Wetterbedingungen weiter anhalten sollen, bittet der Pressesprecher im Namen der Polizei: "Unnötige Fahrten sollen vermieden werden, die Fahrweise und Geschwindigkeiten müssen den Witterungsverhältnissen angepasst werden und auf den Autobahnen sollen unbedingt Rettungsgassen gebildet werden." Bleiben Sie also trotz freier Straßen vorsichtig und kommen Sie heil an Ihr Ziel. (Mia Schmitt) +++

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