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Nach Großbrand

Förderung: 912.000 Euro für Lauterbachs Altstadt

Links das ehemalige Hotel Schüz: Die Fassade scheint wenig beschädigt, doch von innen ist das Haus komplett zerstört und hochgradig baufällig.
Fotos: Christoph Blum

04.11.2026 / LAUTERBACH - Fünf Gebäude sind seit dem Großbrand Ende Juli in Lauterbachs Altstadt unbewohnbar. Nun erhält die Stadt 912.000 Euro aus dem Städtebauförderprogramm "Sozialer Zusammenhalt". Das Geld soll helfen, die Brandfolgen zu bewältigen. Es ist aber auch für weitere Vorhaben in der Kernstadt vorgesehen, darunter ein Treffpunkt an der Lauter und Maßnahmen zur Anpassung an heiße Sommer.



Der hessische Wirtschafts- und Bauminister sowie stellvertretende Ministerpräsident Kaweh Mansoori (SPD) überreichte den Förderbescheid an Bürgermeister Holger Marx (CDU). Bei seinem Besuch machte er sich auch ein Bild von den Auswirkungen des Feuers, das mehrere historische Fachwerkhäuser schwer beschädigt hatte.

Das Fördergebiet "Kernstadt Lauterbach" war bereits im vergangenen Jahr in das gemeinsame Programm von Bund und Ländern aufgenommen worden. Die Förderung beschränkt sich deshalb nicht auf die Folgen des Großbrands. Sie verbindet bauliche Maßnahmen mit sozialen Angeboten und Vorhaben, die Integration und Zusammenleben stärken sollen.

Ein neuer Treffpunkt an der Lauter

Ein geplantes Vorhaben ist ein Treffpunkt an der Lauter. Dort soll ein neuer Zugang zum Fluss entstehen, damit dieser als Aufenthalts- und Erholungsort besser genutzt werden kann. Hinzu kommen Maßnahmen zur Klimaanpassung. Öffentliche Räume sollen auch an heißen Sommertagen Aufenthaltsqualität bieten.

Mansoori betonte, die Unterstützung solle sowohl bei der Bewältigung der Schäden helfen als auch Orte stärken, an denen Menschen zusammenkommen. Dazu gehörten die Aufwertung öffentlicher Räume, neue Begegnungsorte und eine bessere Anpassung der Altstadt an hohe Temperaturen.

Bürgermeister Marx sieht die Stadt vor mehreren Aufgaben: "Nach dem Großbrand stehen wir vor der Aufgabe, unsere Altstadt wieder aufzubauen und neue Perspektiven für die betroffenen Bereiche zu schaffen. Zugleich zeigt Lauterbach, vor welchen Herausforderungen die hessischen Kommunen stehen. Dazu gehört auch, die Städte auf hohe Temperaturen vorzubereiten und öffentliche Räume so zu gestalten, dass sie auch an heißen Sommertagen Aufenthaltsqualität bieten. Ich bin dankbar, dass der Bund und das Land Hessen uns dabei unterstützen, diese Aufgaben anzugehen."

Das Programm "Sozialer Zusammenhalt" unterstützt die Entwicklung städtebaulich, wirtschaftlich und sozial benachteiligter Stadt- und Ortsteile. Ziel ist es, die Wohn- und Lebensqualität zu verbessern, unterschiedliche Nutzungen in den Quartieren zu ermöglichen und die Teilhabe aller Bevölkerungsgruppen zu fördern. (pm/ksk) +++

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