O|N-Reporter vor Ort

Große Teamarbeit: THW, Feuerwehr und Autokräne gemeinsam im Einsatz

Das Ausmaß des Brandes in Lauterbach ist immens hoch.
Fotos: Hans Hubertus-Braune / Marvin Myketin

31.07.2026 / LAUTERBACH - Der Brand in der Lauterbacher Innenstadt erschütterte nicht nur die Stadtbevölkerung, sondern die gesamte Region. Am Mittwochabend waren etwa 300 Einsatzkräfte vor Ort, die gegen die Flammen kämpften und die Notfallversorgung herstellten. Qualm zog über die ganze Stadt.



Nun laufen die Nachlöscharbeiten und es gibt noch eine ganze Menge zu tun. Ein OSTHESSEN|NEWS-Reporterteam ist bereits an der Brandstelle, macht sich ein Bild von der Lage und wird außerdem mit den Bürgern vor Ort sprechen. 20 Anwohner haben die Nacht in einer Jugendherberge verbracht.

Die Arbeiten gehen weiter - das sagt der Einsatzleiter

Direkt bei der Brandstelle sind weiterhin diverse Einsatzkräfte der Feuerwehr, der Polizei, aber auch Brandermittler. Noch immer steigt Rauch aus den zerstörten Gebäuden auf und auch die Drehleiter ist derzeit wieder im Einsatz. Wir konnten vor Ort mit Einsatzleiter und Kreisbrandinspektor Jürgen Eifert sprechen, wie der derzeitige Stand der Arbeiten ist. "Wir sind gerade bei den Nachlöscharbeiten am Gebäude, außerdem begutachten wir mit den Baufachbehörden der Stadt und des Landkreises die Statik der Brandobjekte", so Eifert. Er stellte klar, dass die Häuser zumindest im oberen Bereich definitiv unbewohnbar sind.

"Es gibt noch Glutnester, deshalb sind wir derzeit auch noch mit Nachlöscharbeiten beschäftigt. Wir haben aktuell noch etwa 60 Einsatzkräfte vor Ort", erklärte Eifert abschließend. Mittlerweile ist auch das Technische Hilfswerk (THW) aus Lauterbach angerückt. Das Hauptbrandgebäude ist akut einsturzgefährdet.

Autokräne vor Ort im Einsatz

Die Arbeiten laufen auf Hochtouren und trotzdem ist noch nicht alles komplett gelöscht. Aus diesem Grund benötigt man aktuell dringend Autokräne, um die brennenden Balken herauszuheben. Zwischen den Wänden brennt es nämlich noch immer - an diese Glutnester heranzukommen ist allerdings schwierig. Vor Ort sind neben Rettungskräften, Feuerwehr und THW auch der Bürgermeister Holger Marx und Jens Mischak. Sie stehen in engem Austausch mit den Einsatzkräften und der Bevölkerung.

Bereitgestellt wurden die Kräne von der Firma Brüggemann aus Gedern (Wetteraukreis), welche bei der Anfrage sofort zugesagt hatten. Sie helfen aktuell dabei, die Glutnester aus den Gebäuden zu entfernen und werden von Zimmerern und Dachdeckern der Firma Schneider und Domaschka unterstützt.

Bürgermeister und Landrat haben die Anwohner in der Unterkunft besucht und zeigen sich berührt. Aktuell scheint es teilweise nicht so, als könnten die Familien überhaupt wieder in ihre Häuser zurückkehren. Im Hinterkopf hat man derzeit auch das mögliche Gewitter am Abend. Das größere Problem ist derzeit allerdings noch immer die Hitze, die das Arbeiten erschwert.

THW vor Ort

Zur Unterstützung für die Einsatzkräfte ist auch wieder das Technische Hilfswerk bei der Einsatzstelle. Vor Ort sind das THW aus Lauterbach, Fulda und Neuhof. Die Trupps bereiten sich derzeit darauf vor, die Decken zu sichern.

O|N ist für Sie am Ort des Geschehens - dieser Artikel wird dementsprechend fortlaufend aktualisiert. (pg) +++

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