"Herz der Stadt getroffen"
Innenminister Poseck am Brandort: "Retter haben Schlimmeres verhindert"
Fotos: Christian P. Stadtfeld / Marvin Myketin
03.08.2026 / LAUTERBACH -
Die Vogelsberger Kreisstadt Lauterbach steht nach der verheerenden Brand-Katastrophe in der historischen Altstadt noch immer unter Schock. Fünf Häuser standen in Flammen, Feuerwehren und Retter kämpften tagelang gegen das Feuer, bei dem ein Millionen-Schaden entstanden ist. Menschen verloren dabei ihre Wohnungen, ihr Hab und Gut. Es grenzt an ein Wunder, dass niemand ernsthaft verletzt wurde.
Am Mittwochabend gegen 17:10 Uhr war das Feuer am Marktplatz/Am Graben, nach derzeitigen Erkenntnissen, in einem Fachwerkhaus im ersten Obergeschoss ausgebrochen. Die Brandursache ist noch unklar – Ermittler der osthessischen Kriminalpolizei sind weiter vor Ort aktiv. Ein Problem: Teile der Gebäude sind einsturzgefährdet. Rund um den Brandort ist alles abgesperrt.
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Stadtbrandinspektor Jürgen Eifert und sein erster Stellvertreter Tony Michelis haben vor der Begehung der Brandstelle ausführlich über die Einsatzhistorie im Sitzungssaal des Rathauses berichtet. "Wir hatten extrem großes Glück, dass keine Menschen im Gebäude waren", sagte Eifert. Und Michelis ergänzte: "Das war wie ein Labyrinth, denn es gab keine richtigen Pläne – bei historischen Gebäuden ist das immer eine Herausforderung." Die engen Zufahrten, die Stadtmauer, die Höhenunterschiede in den einzelnen Häusern, aber auch die verwinkelten Zugänge zu einzelnen Wohnungen hätten die Situation vor Ort massiv erschwert. Erst am Freitagmittag um 14 Uhr hieß es nach fast 48 Stunden "Dauereinsatz - ohne Schlaf" dann: Einsatzende. Roman Poseck dankt allen Einsatzkräften: "Auf sie ist Verlass!"
"Jeder packt mit an", kommentierte Innenminister Poseck die aktuelle Situation vor Ort. Der Schock über das Brandgeschehen sitzt im gesamten Vogelsbergkreis tief. "Auch darüber hinaus hat dieser Brand unser gesamtes Bundesland erschüttert und Mitgefühl ausgelöst. Ich denke in diesen Stunden an die Betroffenen und wünsche ihnen viel Kraft", sagte Roman Poseck, kurz nachdem er mit der Drehleiter das gesamte Ausmaß des Feuers aus der Luft gesehen hat. Für den obersten Feuerwehr-Chef im Land ist dabei wichtig: "Die Menschen in Lauterbach können sich auf die Einsatzkräfte gerade in sehr schwierigen Stunden und Situationen verlassen."OSTHESSEN|NEWS wird die Lage in Lauterbach eng begleiten und berichten, sobald es neue Entwicklungen nach dieser schrecklichen Brand-Katastrophe gibt. (Christian P. Stadtfeld) +++
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