Vertraulichkeit in der Sache "Dyba-Allee"
HFA-Chef Alt (CDU) verteidigt Geheimhaltung gegen SPD-Kritik
Archivfotos: O|N
18.08.2026 / FULDA -
Ob die Fuldaer Johannes-Dyba-Allee ihren Namen behalten soll oder nicht, darüber beraten die Fuldaer Stadtverordneten seit etlichen Monaten. Jetzt wurden auch Bischof Dr. Michael Gerber sowie ein Betroffener angehört, jedoch hinter verschlossenen Türen. Die SPD-Fraktion fordert jetzt die Aufhebung der Vertraulichkeit und wirft dem Haupt- und Finanzausschuss Fehlverhalten vor. HFA-Vorsitzenden Hans-Dieter Alt (CDU) beruft sich auf die "Mehrheitsentscheidung".
Ausschlaggebend für den Vorschlag sei der sehr sensible Inhalt der Gespräche, der persönliche Bereiche betreffe. "Ich war und bin der Überzeugung, dass sowohl unsere jeweiligen Gesprächspartner wie auch die Mitglieder des Ausschusses in vertraulicher Sitzung offener und ungezwungener die Aussprache führen können", heißt es weiter. Jonathan Wulff (SPD) sieht das anders: "Ich glaube, der HFA hat einfach einen Fehler gemacht. Niemand kann gewollt haben, die Perspektive der Opfer sexueller Gewalt aus dem Entscheidungs- und Diskussionsprozess herauszuhalten."
Keine Öffentlichkeit erforderlich
Für Hans-Dieter Alt (CDU) führt die Kritik zur Irritation. "Aufgabe des Ausschusses ist es, eine Entscheidung über die eingebrachten Anträge auf Umbenennung der Dyba-Allee zu treffen. Dazu wurden die Gesprächsrunden organisiert. Sie dienten der Information und damit der Meinungsbildung der Ausschussmitglieder. Dieser Zielsetzung wurde vollständig Rechnung getragen. Wer die Öffentlichkeit zu diesen sensiblen Gesprächen beteiligen will, verbindet damit politische Ziele. Zur sachlichen Meinungsbildung des Ausschusses ist die Öffentlichkeit nicht erforderlich."Über die Anträge zur Umbenennung der Straße soll am 7. September abgestimmt werden. (nia) +++
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