Ausschuss im Stadtschloss
Betroffene sollen gehört werden: Debatte um Dyba-Allee geht weiter
Fotos: Felix Weigl
09.06.2026 / FULDA -
Die mögliche Umbenennung der 'Dyba-Allee' sorgte am Montagabend im Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss der Stadtverordnetenversammlung für die längsten Diskussionen. Zuvor hatten die Ausschussmitglieder zahlreiche andere Tagesordnungspunkte im Fuldaer Stadtschloss meist einstimmig und ohne größere Debatten abgearbeitet. Dazu zählten unter anderem Neuwahlen für das Ortsgericht Fulda V, die Ernennung neuer "Stadtältester", der Beteiligungsbericht der Stadt Fulda für 2025 sowie ein möglicher Antrag im Rahmen eines Bundesprogramms zum Thema Klimawandel.
Die meisten Themen wurden ohne große Diskussionen beschlossen werden. Beim Beteiligungsbericht 2025 für Fulda – dieser wird jährlich herausgegeben und fasst alle Unternehmen, Einrichtungen und Stiftungen zusammen, an denen die Stadt finanziell beteiligt ist – kam eine kurze Rückfrage von Ute Riebold (Die PARTEI) zum Thema Schutz vor Korruption. Dies konnte von Hans-Dieter Alt (CDU), dem Ausschussvorsitzenden, schnell beantwortet werden. Satzungen und rechtliche Vorgaben würden Korruption vorbeugen. Außerdem setzt sich die Stadt aktiv dafür ein, dass entsprechende Prüfungen durchgeführt werden.
Fahrbahnsanierung und Grundsteuerreform
In der Straße "Am Rinnweg" wurde kürzlich bei Arbeiten festgestellt, dass Schäden deutlich umfangreicher als zunächst angenommen sind. Daher waren Ausschreibungen nötig, um ein Unternehmen für eine Sanierung zu finden. Beim Thema Landesausgleichstock zum Ausgleich der mit der Grundsteuerreform einhergehenden Effekte im kommunalen Finanzausgleich gab es keine Abstimmung, da es nur zur Kenntnis genommen werden musste. Hier müsse auf Verbesserungen durch das Land gesetzt werden, da festgestellt wurde, dass die Grundsteuer für größere Grundstücke, wie auf dem Land oft üblich, nicht entsprechend fair berechnet werden konnte. Umbenennung der Dyba-Allee
Zu längeren Diskussionen kam es in der Sache der 'Dyba-Allee'. Hier gab es schon vor Längerem Anträge der SPD und Volt, sie umzubenennen, in Folge der Missbrauchsskandale der Katholischen Kirche. Ende Mai gab es sogar Gespräche von Stadt und Bistum hinter verschlossenen Türen. OSTHESSEN|NEWS berichtete. Hierbei bat Hans-Dieter Alt, man solle sich die nötige Zeit für das Thema nehmen. Die Stadtverordnetenversammlung solle gemeinsam darüber beraten. Vor allem sollten dabei auch neu gewählte Mitglieder mitentscheiden können, die erst kürzlich hineingewählt wurden.
Dyba-Gedenken - Aus für umstrittenen Straßennamen? - weitere Artikel
Nach Anhörung eines Betroffenen
Johannes-Dyba-Alle: SPD fordert Aufhebung der Vertraulichkeit
Beratung hinter verschlossenen Türen
Johannes-Dyba-Allee: Ausschuss stellt Weichen für Namensdebatte
Treffen im Bischofshaus
Dyba-Debatte geht weiter: Stadt und Bistum beraten hinter verschlossener Tür
Johannes-Dyba-Allee
In der Bischofs-Residenz: Jetzt tagt die "Geheimrunde"
Ausschuss berät nichtöffentlich
Vertrauliche Runde im Bischofshaus: Dyba-Allee auf dem Prüfstand
Haupt- und Finanzausschuss
Sondersitzung zur Dyba-Allee: Kommission und Bischof sollen befragt werden
Antrag sorgt für Wirbel
Domstadt diskutiert: Soll die Johannes-Dyba-Allee umbenannt werden?
Grund: Missbrauchsfälle im Bistum
SPD/Volt-Fraktion will Johannes-Dyba-Allee in Kastanienallee zurückbenennen
Moralapostel, sein Name und der Missbrauch
Heute vor 25 Jahren: Umstrittener Erzbischof Johannes Dyba lag tot im Bett