Großer Medienrummel zum Prozessauftakt
Anklage: Mord aus Habgier, Heimtücke und um eine Straftat zu ermöglichen
Fotos:ci
30.01.2026 / FULDA -
In Verdacht geriet schnell der zu Tatzeit 50-jährige Handwerker, der am Tag ihres Verschwindens bei den Eheleuten zum Ausmessen der Fenster gewesen war. Er hatte nicht zum ersten Mal bei ihnen gearbeitet und soll laut Anklage gewusst haben, dass das Ehepaar üblicherweise größere Bargeldbeträge im Haus aufbewahrte. Da der Mann selbst in großen Geldschwierigkeiten steckte, hatte er offenbar beschlossen, seine Auftraggeber umzubringen und sich des Geldes zu bemächtigen. Nachdem ihn das Paar noch zum gemeinsamen Abendessen eingeladen hatte, wollte ihm der Hausbesitzer noch einen Abstellraum zeigen, den er ebenfalls umbauen lassen wollte. Dort überraschte ihn der Handwerker und erstach ihn mit acht Messerstichen in den Nacken, wobei er eine Arterie traf. Der 67-Jährige starb fast unmittelbar darauf an inneren Blutungen.
Vielfach brutal mit dem Messer zugestochen
Beeinträchtigten Sohn im Haus eingesperrt
Dort entdeckte die Polizei, die mit einem Leichenspürhund nach dem verschwundenen Paar gesucht hatte, kurz darauf die Leichen. Der Handwerker, auf den schnell der Verdacht gefallen war, wurde einen Tag später verhaftet und sitzt seither in der JVA Fulda in Untersuchungshaft.
Angeklagt ist Mord aus Heimtücke und Habgier und um eine weitere Straftat - den Raub - zu ermöglichen. Laut Verteidiger, Rechtsanwalt Christian Celsen will sich sein Mandant am Freitag selbst zu seinen persönlichen Verhältnissen und auch zu den Tatvorwürfen äußern. Rechtsanwältin Theresa Gescher vertritt den Sohn als Nebenenkläger, Rechtsanwalt Knut Hillebrand dessen beide Schwestern.
Das Schwurgericht hat 16 Verhandlungstage terminiert, das Urteil wird voraussichtlich Ende April fallen. (Carla Ihle-Becker)+++
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