Ehepaar (63 und 67) lag tot im Wald

Mordprozess nach Leichenfund in Richelsdorf - 50-Jähriger vor dem Landgericht

Die Polizei fahndete nach dem Täter, nachdem die Leichen des älteren Ehepaar in einem Waldstück gefunden worden war
O|N-Archivbilder

29.01.2026 / FULDA - Vor dem Landgericht Fulda startet am Donnerstag der Mordprozess gegen einen 50-jährigen Mann aus Thüringen. Ihm wirft die Staatsanwaltschaft vor, in der Nacht vom 28. auf den 29. Juni 2025 ein älteres Ehepaar aus Habgier in dessen Wohnhaus in Wildeck-Richelsdorf (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) jeweils durch mehrere Messerstiche getötet zu haben. Anschließend soll er die Leichen in ein nahegelegenes Waldgebiet gebracht und dort abgelegt haben.



Der Fall hatte im letzten Sommer für Aufsehen und großes Entsetzen in der Region gesorgt. Am 30. Juni wurden im Rahmen einer Suchaktion zwei leblose Personen in einem Waldgebiet nahe dem Wildecker Ortsteil Richelsdorf entdeckt. Wenig später bestätigte sich der schlimmste Verdacht: Es handelte sich um ein Ehepaar im Alter von 63 und 67 Jahren, das seit dem 28. Juni vermisst worden war. Bereits am 1. Juli kam der Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Die Polizei hatte die Öffentlichkeit zwischenzeitlich um Hinweise gebeten – unter anderem zu verdächtigen Beobachtungen in der Tatnacht.

Fast sieben Monate nach dem grausamen Fund beginnt jetzt die juristische Aufarbeitung der Tat. Am 29. Januar 2026 um 9:30 Uhr startet vor dem Schwurgericht des Landgerichts Fulda der Mordprozess.

Nach Überzeugung der Ermittler handelte der Angeklagte aus Habgier. Er habe vermutet, dass sich Bargeld im Haus der Opfer befinde – gefunden habe er es jedoch nicht. Aufgrund der Tatmodalitäten wirft die Staatsanwaltschaft ihm Mord aus Habgier, Heimtücke und aus niedrigen Beweggründen vor. Beide Opfer sollen arg- und wehrlos gewesen sein.

OSTHESSEN|NEWS wird die Verhandlung begleiten und über den Mordprozess berichten. (ci) +++

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