DHB-Team hält lange mit
Handballer unterliegen Dänen, nun Endspiel um EM-Halbfinale
Foto: Sina Schuldt/dpa
28.01.2026 / HERNING -
Ein Remis hätte Deutschland zum vorzeitigen Einzug ins EM-Halbfinale gereicht. Doch am Ende zieht Dänemark davon. Jetzt steht das DHB-Team vor einem Alles-oder-nichts-Spiel.
Deutschlands Handballer gingen sofort nach der Niederlage gegen Dänemark in die Analyse und diskutierten wild auf dem Parkett. Wohl wissend, dass der erste Pflichtspiel-Sieg gegen den EM-Topfavoriten durchaus möglich gewesen wäre. Die Auswahl von Bundestrainer Alfred Gislason hat ihren ersten Matchball im Kampf ums EM-Halbfinale vergeben und musste sich trotz eines zunächst starken Auftritts mit 26:31 (12:13) geschlagen geben.
Der Olympia-Zweite steht nun vor einem Alles-oder-nichts-Duell. Denn am Mittwoch (18.00 Uhr/ZDF/Dyn) geht es gegen Titelverteidiger Frankreich um den Einzug in die Vorschlussrunde. Weil der Titelverteidiger beim 32:36 gegen Spanien überraschend patzte, reicht Deutschland ein Remis.
Gislason: Zu viele Fehlwürfe in der zweiten Hälfte
Rückraumspieler Miro Schluroff zeigte sich nach der Niederlage enttäuscht: «Ich fand, da war viel mehr drin.» Gislason lobte in der ARD sein Team und Dänemarks Star-Torhüter Emil Nielsen: «Wir scheitern zu viel an Nielsen, besonders in der zweiten Halbzeit. Die haben so eine phänomenale Mannschaft, da darf man keine Phase haben, wo man drei oder vier hintereinander verwirft.»Erinnerungen ans Wunder von Lille
Vor dem Abschluss der zweiten Turnierphase steht Deutschland genau wie Dänemark bei 6 Pluspunkten. Dahinter folgen Frankreich (4), Portugal und Norwegen (je 3) und Spanien (2). Nur die beiden Erstplatzierten erreichen das Halbfinale.Wolff zunächst auf der Bank
Aufgrund eines überraschenden Wechsels im deutschen Tor mussten die Zuschauer 50 Minuten auf das Giganten-Duell zwischen Andreas Wolff und Emil Nielsen warten. Gislason schickte David Späth aufs Parkett, der gleich anfangs einige Würfe von Matthias Gidsel passieren lassen musste. Allein vier der ersten sechs Treffer gingen auf das Konto des Ausnahmehandballers von den Füchsen Berlin.Trotzdem: Deutschland leistete deutlich mehr Gegenwehr als in den vorherigen Duellen bei der WM und Olympia. Nach 20 Minuten lag der Außenseiter nur mit 8:10 hinten. Und das, obwohl man erneut Chancen ausließ und teils an Nielsen verzweifelte. Vor allem Uscins strahlte viel Torgefahr aus. DHB-Spielmacher Juri Knorr enttäuschte hingegen schon wieder.
Die Latte ist im Weg
Dänemark zitterte und war zunächst weit entfernt von einem perfekten Auftritt. Rund um die Pause blieben die Hausherren neun Minuten ohne eigenen Treffer, was Deutschland aber nicht für sich nutzen konnte. Julian Köster oder Marko Grgic fehlte in dieser Phase das Wurfglück - zu oft klatschte der Ball an die Latte.
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