Handball-EM
Sieg gegen Österreich: Handballer mit EM-Start nach Maß
Foto: Sina Schuldt/dpa
16.01.2026 / HERNING -
Die deutschen Handballer lassen im ersten EM-Vorrundenspiel gegen Österreich nichts anbrennen. Torwart Andreas Wolff lässt seinen markigen Worten im Vorfeld etliche Glanztaten folgen.
Top-Start in die Medaillen-Mission: Dank eines Abwehrbollwerks mit Torwart-Titan Andreas Wolff als starkem Rückhalt haben Deutschlands Handballer das EM-Auftaktspiel gegen Österreich mit 30:27(12:8) gewonnen und Kurs auf die Hauptrunde genommen. Vor 5.820 Zuschauern im dänischen Herning war Kapitän Johannes Golla mit sieben Toren bester Werfer für das Team von Bundestrainer Alfred Gislason.
Am Samstag geht es für die DHB-Auswahl an gleicher Stelle gegen Serbien weiter, ehe es zum Vorrundenabschluss am Montag zum Duell mit Spanien kommt. Der zweimalige Europameister setzte sich zum Auftakt gegen die Serben mit 29:27 durch. Für das Erreichen der Hauptrunde muss mindestens Platz zwei in der Gruppe A her.
Wolff-Worte sorgen vor Anpfiff für Zündstoff
Vor dem Auftaktspiel gegen Österreich hatte Wolff die Stimmung mit kritischen Aussagen über den Spielstil des Nachbarn zusätzlich angeheizt. Dieser sei «unattraktiv» und von «Hässlichkeit» geprägt. «Das möchte auch eigentlich keiner sehen», hatte der Routinier gelästert.Torarme erste Halbzeit
Doch auch Österreich hatte mit Constantin Möstl vom Bundesliga-Dritten TBV Lemgo Lippe einen starken Keeper zwischen den Pfosten, sodass sich das DHB-Team nicht weiter absetzen konnte. Beim 6:6 (18.) war das kleine Polster dahin.«Jungs, es ist eine phänomenale Abwehr. Wir zermürben die», feuerte Gislason seine Schützlinge in einer Auszeit wenige Minuten vor der Pause beim Stand von 11:7 an. Mit einem Vier-Tore-Vorsprung ging es dann auch in die Kabine. «Ich bin mit der ersten Halbzeit sehr zufrieden», lobte Teammanager Benjamin Chatton in der ARD und fügte hinzu: «Ziel ist es, die Österreicher unter 20 Toren zu halten.»
Schreckmoment um Wolff
Daraus wurde zwar nichts, doch der deutsche Erfolg geriet nie ernsthaft in Gefahr. Beim 17:12 (39.) war Deutschland erstmals auf fünf Tore enteilt und ließ sich auch von einem kurzen Schreckmoment um Wolff nicht vom Siegkurs abbringen. Der Europameister von 2016 musste 20 Minuten vor Schluss nach einem Kopftreffer vom Parkett.Sieben Minuten später kehrte Wolff gleich wieder mit einer Parade zurück. Am Ende hatte der Torwart vom deutschen Rekordmeister THW Kiel zwölf Würfe abgewehrt und somit großen Anteil am Erfolg des Olympia-Zweiten. (dpa)+++
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