34:32 gegen Spanien
Wichtiger Sieg: DHB-Auswahl zieht mit Rückenwind in die Hauptrunde ein
Foto: Sina Schuldt/dpa
20.01.2026 / HERNING -
Die deutschen Handballer melden sich bei der EM zurück und mischen im Kampf um eine Medaille weiter mit.
Deutschlands Handballer haben das historische Vorrunden-Aus bei der EM abgewendet und mit einem starken Auftritt wieder Hoffnungen auf eine Medaille geweckt. Das Team von Bundestrainer Alfred Gislason behielt im Vorrundenfinale gegen Spanien die Nerven und nimmt nach dem 34:32 (17:15) zwei Pluspunkte mit in die Hauptrunde.
Vor 9.526 Zuschauern in Herning war Renars Uscins mit acht Toren bester Werfer für die deutsche Mannschaft, der ein nach der bitteren Serbien-Pleite drohendes Debakel ein Jahr vor der Heim-WM erspart blieb. In der zweiten Turnierphase geht es am Donnerstag entweder gegen Weltmeister und Olympiasieger Dänemark oder den WM-Vierten Portugal weiter.
Sieg hilft auch Gislason
Der Erfolg gegen Spanien sicherte dem Bundestrainer zudem vorerst den Job. Bei einem erstmaligen Scheitern in der Vorrunde wäre Gislason, dessen Vertrag bis nach der WM 2027 gilt, wohl kaum im Amt zu halten gewesen. Der 66 Jahre alte Isländer kann nun im weiteren Turnierverlauf Argumente für sich sammeln.DHB-Team sofort auf Betriebstemperatur
Für das entscheidende Duell hatte Gislason auf Rune Dahmke und Franz Semper verzichtet und dafür die Berliner Matthes Langhoff und Nils Lichtlein nominiert. Von Beginn an war es eine umkämpfte und spannende Partie, in der das DHB-Team dem Gegner zunächst immer einen kleinen Schritt voraus war. Nach 20 Minuten lag Deutschland beim 12:9 erstmals mit drei Toren vorn.Spannung pur bis zum Ende
Auch nach dem Wechsel agierte die DHB-Auswahl im Angriff mit viel Tempo und Zutrauen. Doch der Rivale ließ sich nicht abschütteln. Wie schon im Olympia-Halbfinale 2024, das Deutschland mit 25:24 für sich entschieden hatte, lieferten sich die beiden zweimaligen Europameister ein Duell auf Augenhöhe.Auf deutscher Seite rückte David Späth nach 40 Minuten für Wolff zwischen die Pfosten, wurde trotz einiger Paraden aber nicht zum X-Faktor. Zehn Minuten vor dem Ende lag Deutschland beim 28:25 dennoch mit drei Toren vorn. Zehn Minuten vor Schluss hieß es 28:25, danach brachte die DHB-Mannschaft den wertvollen Sieg sicher ins Ziel. (dpa)+++
Foto: Sina Schuldt/dpa
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