EM-Duell mit Portugal
Revanche geglückt: Handballer erhöhen Halbfinal-Chancen
Foto: Sebastian Elias Uth/Ritzau Scanpix Foto/AP/dpa
23.01.2026 / HERNING -
2025 erleben die deutschen Handballer einen bitteren WM-Abend gegen Portugal. Beim EM-Wiedersehen entwickelt sich erneut ein Krimi. Torhüter Andreas Wolff und ein EM-Neuling überzeugen - aber sonst?
Angeführt von Torhüter Andreas Wolff haben die deutschen Handballer einen erfolgreichen Start in die Hauptrunde hingelegt und ihre Chancen auf das EM-Halbfinale deutlich verbessert. Die Auswahl von Bundestrainer Alfred Gislason setzte sich trotz vieler Fehler gegen Portugal mit 32:30 (11:11) durch und revanchierte sich für die bittere Niederlage im WM-Viertelfinale vor einem Jahr. Damals hatte das DHB-Team eine dramatische Partie erst nach Verlängerung verloren.
Vor 6.145 Zuschauern war EM-Neuling Miro Schluroff, der erst nach der Pause kam, mit sieben Toren bester DHB-Werfer. Wolff kam auf über zehn Paraden. In der Sechsergruppe steht Deutschland nun bei vielversprechenden vier Punkten. Die beiden Erstplatzierten erreichen die Vorschlussrunde.
Fehlstart und frühe Auswechslung für Knorr
Portugal hatte zum Abschluss der Vorrunde Überflieger Dänemark die erste Niederlage in Herning seit 2014 zugefügt und entsprechend siegessicher starteten die Südeuropäer in die Partie. Glanzparaden von Torhüter Andreas Wolff reichten nicht, um einen ähnlich schlechten deutschen Start wie im Vorjahr abzuwenden. Vor allem Spielmacher Juri Knorr und Julian Köster vergeigten einen Angriff nach dem anderen.Vor allem das portugiesische Brüder-Duo Francisco und Martim Costa hatte man bis dahin gut im Griff. Das Unentschieden zur Pause war nach einem fehlerbehafteten Spiel leistungsgerecht. «Dafür ist das Ergebnis noch ziemlich gut», sagte Kreisläufer Justus Fischer am ARD-Mikrofon angesichts der langen Fehlerkette im eigenen Spiel zur ungewohnt frühen Anwurfzeit.
Schluroff mit Hochgeschwindigkeits-Handball
Nach Wiederanpfiff sollte es Schluroff mit seinen Hochgeschwindigkeits-Würfen aus dem Rückraum richten. Mit seinem dritten Treffer brachte der Gummersbacher sein Team mit 16:15 in Führung. Es waren die Einzelaktionen des 25-Jährigen, die herausstachen. Im Kollektiv agierte Deutschland nach wie vor fehlerhaft.
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