Was zündelt diese Gewalt an?
Junge Randalierer machen fassungslos - Polizisten kriegen ab, was schief läuft
Fotos: Hans-Hubertus Braune
01.11.2026 / KOMMENTAR -
Es gibt Dinge, die einfach nicht mehr erklärbar und schon gar nicht zu akzeptieren sind: Was am Samstagabend in der Innenstadt von Frankfurt am Main und weiteren Großstädten passiert ist, hat mit Protest, mit Unzufriedenheit über die Politik, über die eigene Lebenswelt nichts mehr zu tun.
Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften werden angegriffen. Es könnten die Eltern oder die der Freunde sein. Egal. Es werden Geschäfte demoliert, ja sogar geplündert. Die neuen Schuhe praktisch im Vorbeigehen mitgehen lassen. Krass. Und wahrscheinlich noch in der Nacht im Netz vertickert. Selbst ein Waffenladen war vor den Gewalttätern nicht mehr sicher.
Zahlen sprechen eine traurige Sprache
Die nackten Zahlen sprechen eine deutliche, eine traurige Sprache: Rund 100 verletzte Polizisten, 54 Festnahmen und fünf Plünderungen. Es hätte noch schlimmer kommen können. Das macht es nicht besser und vor allem, was entwickelt sich noch alles? Am Tag danach folgte, was nach solchen Ereignissen immer folgt: Erklärungen, wie es dazu kommen konnte, und der Ruf nach härteren Strafen. Nüchtern betrachtet wird es trotz zahlreicher Videoaufnahmen wohl schwierig, die schweren Taten von Landfriedensbruch rechtssicher belegen zu können. Die Behörden setzen alles daran. Und natürlich kochen die Diskussionen wieder hoch: Hat die Polizei Fehler gemacht, hat sie falsch oder zu spät reagiert?Wieso kommen junge Menschen darauf?
Vielmehr muss es aber darum gehen, noch mehr zu hinterfragen: Wieso kommen junge Menschen darauf, sich auf solche, absolut dummen Taten einzulassen? Ist es die Geltungssucht in den sozialen Medien? Was erhoffen sie sich von der Prahlerei? Die Polizei spricht von Tätern, die in den zahllosen Videos und Bildern klar erkenntlich sind. Es soll sich um die jungen Leute mit überwiegendem Migrationshintergrund handeln, mit denen es die Behörden immer wieder auf der Frankfurter Einkaufspromenade zu tun haben. Die Zeil als Ort der Aggression. Bisher schätzten die Behörden das Klientel als "erlebnisorientiert "ein. Diese Sicht war leider trügerisch.Die allermeisten Jugendlichen distanzieren sich von der Gewalt. Das ist gut so, reicht aber nicht. Geht auf sie zu, zeigt den gewaltbereiten Gleichaltrigen, dass es abartig ist, was sie tun. Es ist kein einziges "Like" wert. (Hans-Hubertus Braune) +++
Großdemo in Frankfurt: "Gen Z regelt" - weitere Artikel
Eskalation der Gen-Z-Demo in Frankfurt
Mehr als 100 Polizisten verletzt: Poseck will durchgreifen
Plünderungen, Angriffe und Festnahmen
Gewaltausbruch bei Gen-Z-Demo: Vermummte Gruppen verwüsten Innenstadt
Landtagspräsidentin zu Gen-Z-Protesten
Äußerungen zur Gewalttat: Schüler Union, JU, Linke und Handel reagieren
Bilanz der Krawalle
Dobrindt: "Gewaltbereite linke Gruppen und Chaoten aus dem migrantischen Milieu"
Eskalierte Proteste und Gewalt
Chaosnächte in Frankfurt und Köln überschatten Gen-Z-Demonstrationen
Gen-Z-Demo in Frankfurt
Nach der Eskalation: Gewalt ächten, die junge Generation anhören
Jugendliche aus Osthessen in Frankfurt
Von der friedlichen Demonstration zur Eskalation
Wasserwerfer, Pyrotechnik und Angriffe
Gen-Z-Demo: Frankfurt versinkt im Chaos - Plünderung und Zerstörung
Jugendprotest
"Gen Z regelt" hofft auf mehr als 160.000 Demonstranten
Vor Gen-Z-Demos am Samstag
Frankfurter Händler bereiten sich auf mögliche Krawalle vor
Gen-Z-Demos am Samstag
Gewerkschaft der Polizei fordert Schutz für Frankfurts Einsatzkräfte
Appell für friedlichen Protest
Polizei bereitet sich auf Protestbewegung der Generation Z vor