Kleine Betrachtung

Die "Alltagsmenschen": Typen wie Du und Ich - und das ist gut so

Die "Alltagsmenschen" sind seit Dienstag in der Barockstadt Fulda angekommen.
Foto: Nina Bastian

22.03.2023 / FULDA - Es gilt, ein hohes Lob auszusprechen: An die Stadt Fulda und den Verein "City Marketing", welche die "Alltagsmenschen" der Künstlerinnen Christel und Laura Lechner für sechs Monate in die Barockstadt geholt haben. An verschiedenen Stellen von Innenstadt und LGS-Gelände schmücken die lebensechten Figuren ihre Umgebung und fordern geradezu eine ernsthaft-amüsante Debatte heraus. 


Mit den Kunstwerken wurde ich das erste Mal während eines Sylt-Urlaubs konfrontiert, wo die "Alltagsmenschen" an vielen Orten der Insel zu finden sind. Überall dort, wo sie auftauchen, regen sie sowohl zum Schmunzeln als auch zum Nachdenken an. Denn Mutter und Tochter Lechner zeigen die Figuren - von denen jede einzelne eine eigene charaktervolle Persönlichkeit ist - mit allen Ecken und Kanten. Ohne etwas beschönigen zu wollen. Und das ist gut so!

Skulpturen finden breite Akzeptanz

Christel Lechner hat ihre Zielsetzung einmal treffend so beschrieben: "Angefangen hatte ich mit den Bornemanns, und es war eine schmale Gratwanderung zwischen Humor und Ernsthaftigkeit. Ein langer Weg, aber dann haben sich die Skulpturen emanzipiert und fanden eine breite Akzeptanz. Und mit der Zeit wurden sie immer ein wenig menschlicher, ein wenig individueller, ein wenig charakteristischer".

Die 44 lebensgroßen Betonfiguren werden auch in Fulda für viel Gesprächsstoff sorgen. Denn, und das haben wir bei O|N schon am Dienstag erfahren, als wir unsere Leser baten, auf die Suche nach den "Alltagsmenschen" zu gehen: Sie bieten Möglichkeiten der Begegnung. Und dies ist gerade in unserer Zeit enorm wichtig! (Bertram Lenz) +++  


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