Frisch gekürter Bürgermeisterkandidat
Was sagen die anderen Fraktionen zur Kandidatur von Tobias Farnung?
Foto: Hendrik Urbin
15.01.2025 / POPPENHAUSEN (WAKU) -
Mit einer fulminanten Zustimmung von 100 Prozent ist am Montagabend der Journalist Tobias Farnung von der CDU zum Kandidaten für das bald vakante Bürgermeisteramt seiner Heimatgemeinde Poppenhausen (Kreis Fulda) nominiert worden. Der 44-jährige ist bisher der einzige Kandidat für den Posten des Rathauschefs, Ende April endet die Bewerbungsfrist für die Wahl am 29. Juni 2025. Dann dürfen die Wähler der 2.700 Einwohner-Kommune unterhalb der Wasserkuppe ihre Stimme für den künftigen Bürgermeister abgeben.
Wie beurteilen die anderen im Gemeindeparlament vertretenen Parteien die Kandidatur des 44-jährigen CDU-Neu-Mitglieds? Wir haben bei den im Gemeindeparlament vertretenen Parteien nachgefragt.
"Tobias Farnung ist bekannt für seine vielfältigen Kontakte. Es wird spannend zu beobachten, inwieweit diese zur Lösung konkreter Herausforderungen beitragen können. Ich begrüße seine Ankündigung, dass er Meinungsvielfalt mit Respekt begegnen möchte. Überrascht hat mich, dass die CDU auf einen externen Kandidaten zurückgreifen musste und Tobias Farnung im Zuge seiner Bürgermeisterkandidatur der CDU beigetreten ist. Persönlich hätte ich mir einen neutralen Kandidaten gewünscht, der unabhängig von Parteiinteressen agiert. So wäre es wünschenswert, dass es noch weitere Bewerber für den Posten des Bürgermeisters geben wird, damit die Wähler eine echte Wahl haben werden."
"Wir als CWE hätten uns gewünscht, dass er ohne Parteizugehörigkeit für alle Poppenhausener zur Wahl antreten würde. Aber die CDU hat seinen Parteieintritt sicher zur Bedingung für seine Nominierung und Unterstützung gemacht", vermutet Becker. Es sei doch vielfach üblich, dass Kandidaten ihre Parteizugehörigkeit ruhen ließen, um damit zu dokumentieren, dass sie als Bürgermeister keine Partei-, sondern Sachpolitik für alle Bürgerinnen und Bürger machen wollten. "Diese Praxis hätten wir uns für Poppenhausen auch gewünscht", sagt sie. Die CWE habe bedauerlicherweise selbst keinen Kandidaten aufstellen können, weil sich kein geeigneter Bewerber gefunden habe. (ci)+++