Absperrgitter im Stadtteil

Polizei bereitet sich auf AfD-Jugend und Protesten in Johannesberg vor

Die Polizei bereitet sich auf Proteste am Rand der AfD-Veranstaltung am Samstag in Johannesberg bei Fulda vor
Foto: Marvin Myketin

28.03.2026 / FULDA - Absperrgitter, viele Polizeiautos und Laster mit weiteren Sicherheitsvorkehrungen: Der Stadtteil Johannesberg gleicht an diesem Wochenende eher einer Festung. Grund ist die Gründungsversammlung des hessischen Landesverbandes der AfD-Nachwuchsorganisation "Generation Deutschland". Diese trifft sich am Samstag im Bürgerhaus von Johannesberg (Fulda).



Anlässlich dieser Gründungsversammlung wird mit Protesten gerechnet. Verschiedene Organisationen haben Demonstrationen angekündigt. In der Nacht zum Freitag hatten Aktivisten Banner vor dem Bürgerhaus in Fulda-Johannesberg – dem Ort der AfD-Nachwuchsorganisation – sowie Botschaften auf dem Boden angebracht. Die Aktivisten hatten zudem verschiedene Schlösser manipuliert. Sie wollen die Gründung der Organisation verhindern.

Ende November des vergangenen Jahres hatte sich die AfD-Jugend in Gießen neu gegründet. Mehrere zehntausend Menschen gingen in der mittelhessischen Stadt auf die Straßen. In Johannesberg werden weit weniger Gegendemonstranten erwartet. Doch eine vierstellige Zahl sei möglich.

Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) sagte im Vorfeld: "Das Wochenende in Fulda wird aller Voraussicht nach nicht die Dimension haben, die wir Ende November in Gießen erlebt haben. Während in Gießen Gegendemonstranten wegen der hohen symbolischen Bedeutung eines neuen Bundesverbandes aus ganz Deutschland angereist waren, dürfte das Geschehen in Fulda vor allem eine landesweite Dimension haben." Dennoch wird die Polizei auch am Samstag wieder sehr wachsam sein. Sie bereitet sich unter der Leitung des Polizeipräsidiums Osthessen akribisch auf den Einsatz vor. "Die Polizei wird am Samstag in Fulda mit einem Großaufgebot im Einsatz sein, um den Rechtsstaat umfassend zur Geltung zu bringen. Dazu gehört, die Rechte von allen Beteiligten zu wahren. Das Recht auf Versammlung steht auch der AfD-Jugendorganisation zu", so Poseck.

Die Polizei ist vorbereitet. Dies wurde insbesondere am Freitag deutlich. Mit Lastwagen wurden Absperrgitter angeliefert. Zudem sind die Beamten im Stadtteil unterwegs und bereiten ihre Maßnahmen zur Sicherheit der erwarteten Menschen vor. (Hans-Hubertus Braune) +++

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