Eine Parade der Superlative

Rosenmontagsumzug in der Barockstadt bricht FKG-Rekorde

4.500 statt wie bisher um die 4.000 Aktive sind am Montag bei Rosenmontagsumzug in der Domstadt dabei
Fotos: Rene Kunze

17.02.2026 / FULDA - Kaum war gefühlt der letzte kleine Schneekristall vom Morgen auf dem Fuldaer Bahnhofsvorplatz geschmolzen, da zündete die Fuldaer Karnevalsgesellschaft unter den Augen von Prinzessin Isabel von Brief und Siegel, die LXXXIII. von Fulda, elf Luftschlangenkanonen. Wo sonst elf tönende Kanonenschüsse das Startsignal für den traditionellen Rosenmontagsumzug gaben, sind sie in diesem Jahr der friedliche und vor allem bunte Auftakt des närrischen Lindwurms.



Jährlich eröffnet die FKG mit ihrer Prinzenmannschaft pünktlich um 13:33 Uhr am Rosenmontag feierlich die riesige Parade - im vergangenen Jahr erstmals ohne Kanonenschüsse, dafür mit lauten Klappern und in diesem Jahr nun mit den typisch-närrischen Luftschlangen. Der Stimmung am Montag tut die geänderte Tradition jedoch keinen Abbruch. Im Gegenteil: Zahllose Menschen feiern ausgelassen im und um den Festzug.

Für Prinzessin Isabel ist der RoMo ein perfekter Abschluss für eine aufregende Kampagne. Sie erklärt sich am Montagmittag am OSTHESSEN|NEWS-Mikrofon glücklich und blickt gut gelaunt zurück auf die spannende Zeit und voraus auf das große Finale: "Wir genießen heute den Höhepunkt der Kampagne und feiern nochmal richtig", sagt sie freudestrahlend im Interview.

Ein RoMo der Superlative

"Wir haben unglaublich viel Zuspruch erhalten in diesem Jahr", schwärmt auch FKG-Präsident Oliver Weißenberger am O|N-Mikrofon. Denn in diesem Jahr gebe es außergewöhnlich viele Aktive, die am RoMo mitwirken. Insgesamt 4.500 Menschen bahnen sich in Fußgruppen und auf bunten Motivwagen ihren Weg durch die Barockstadt. Das sind 500 Teilnehmer mehr als das bisherige Maximum.

Aber auch in musikalischer Hinsicht bricht der diesjährige Zug einige Rekorde. "Wo sonst um die 20 Kapellen mitspielten, sind es 2026 sogar 25 Musikgruppen", berichtet Weißenberger weiter. Ein klares Zeugnis dafür, wie sehr die Fuldaer hinter ihrer Foaset stehen.

Alles hat ein Ende, nur die Foaset nicht

Es gibt jedoch auch Foaset-Traditionen, die in diesem Jahr enden: Nach dreißig Jahren zieht in diesem Jahr zum letzten Mal ein Fahrzeug des Hochbauunternehmens Gaßmann aus Fulda den Elferratswagen. Doch neue Unterstützung, da ist sich Weißenberger sicher, findet sich für das kommende Jahr bestimmt.

Bei so vielen Foaset-Enthusiasten dürfte das tatsächlich kein Problem sein. Bis in den späten Nachmittag hinein feiern die RoMo-Besucher die insgesamt 262 Fußgruppen, Motivwagen und Kapellen und bringen die Fuldaer Innenstadt zum Beben - zeitweise bei strahlendem Sonnenschein und erst gegen Ende mit ein paar Regentropfen. Aber auch Letztere können die Narren nicht am Feiern hindern.

In unserem Videobeitrag erleben Sie die ausgelassene Stimmung und tolle Momentaufnahmen der riesigen Party! (Sabrina Ilona Teufel-Hesse) +++

RoMo 2026 - Fulda im Ausnahmezustand - weitere Artikel

↓↓ alle 24 Artikel anzeigen ↓↓

X