Mäh-r Aufregung auf vier Hufen

Wolliger Ausreißer: Schaf aus Penny-Herde büxt aus und landet in Biberloch

Ein Schaf der "berühmten" Penny-Herde musste aus einer misslichen Lage gerettet werden.
Fotos: Feuerwehr Gemünden a. Main

15.01.2026 / SCHAIPPACH - Flauschige Abenteurer machen ihrem Ruf alle Ehre: Die Penny-Schafe sind nach wie vor in aller Munde. Erst Anfang Januar marschierten zielstrebig rund 50 Tiere in den Penny-Markt in Burgsinn ein. Nun ist das nächste einfach ausgebüxt. Der jüngste Ausflug brachte den wolligen Ausreißer allerdings nicht vor die Supermarktregale, sondern direkt in eine missliche Lage - in ein tiefes Biberloch. "Das war ein ungewöhnlicher Einsatz, aber mit tierischen Notfällen haben wir im Alltag natürlich öfter zu tun", weiß Heiko Betz, 1. Kommandant der Feuerwehr Gemünden am Main.


In den Sinnwiesen am Radweg von Schaippach nach Rieneck (Kreis Main-Spessart) kam es am Montag (12. Januar) gegen 16:14 Uhr zu dem tierischen Vorfall. Besonders interessant: Das entlaufene Tier stammt aus der 500-köpfigen Herde des Adelsberger Schäfers, der mit den Penny-Schafen bundesweit für Schlagzeilen sorgte (O|N berichtete mehrmals). Unklar sei, wie Betz schmunzelnd gegenüber OSTHESSEN|NEWS erklärt, ob es auch eines der 50 Schafe aus dem Penny-Markt war.

Solo-Ausflug geht schief

Der Schäfer war mit seiner Herde unterwegs in Richtung Winterquartier. Ein Tier sei wohl dabei unbemerkt vom Weg abgekommen. Ein Spaziergänger mit Hund wurde auf das verlorene Schaf aufmerksam. Er alarmierte umgehend die Feuerwehr, um dem Schaf schnell zu helfen.

Geglückte Rettungsaktion: Schafherde wieder komplett

Beim Eintreffen der Feuerwehrkräfte aus Schaippach und Gemünden bot sich ein herausforderndes Bild. "Das Loch war eineinhalb Meter tief, aber nicht gerade breit." Voller Körpereinsatz war nun gefragt. Ein Feuerwehrmann ließ sich gesichert mit einem Seil kopfüber in das Loch hinab. Der Schäfer war ebenfalls da und brachte sich aktiv ein. Mit viel Vorsicht und einem alten Feuerwehrschlauch gelang es dem Feuerwehrmann, eine Art Rettungsgurt um das verunglückte Tier zu legen. Behutsam konnte das Schaf aus der Öffnung herausgezogen werden. "Tier und Retter sind wohlauf", lautet die erfreuliche Bilanz von Betz.

Nach anderthalb Stunden konnte der Einsatz beendet werden - ein glückliches Ende für alle Beteiligten. Eine Frage bleibt jedoch zum Schluss: Was planen die Penny-Schafe wohl als Nächstes? (Maria Franco) +++

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