Schäfer muss für Schäden nicht zahlen

"So spielt das Leben" - das sagt Penny zu den flauschigen "Einbrechern"

"Kann man hier auch mit Karte zahlen?"
Foto: privat

08.01.2026 / BURGSINN - Nach dem tierisch kuriosen Abstecher in einen Penny-Markt in Burgsinn (Landkreis Main-Spessart) meldet sich der Discounter nun selbst zu Wort. Nachdem sich am Montagmorgen rund 50 Schafe selbstständig auf den Weg in die Filiale im unterfränkischen Burgsinn gemacht hatten, äußert sich das Unternehmen nun mit einem Augenzwinkern.



Andreas Krämer, der Leiter der Unternehmenskommunikation von Penny, schildert den Vorfall auf OSTHESSEN|NEWS-Anfrage: "Am gestrigen Montag trennten sich bei einem Schafzug rund 50 Tiere von der Hauptherde und liefen in den Penny Markt in Burgsinn", heißt es. Die Schafe hielten sich demnach "für circa 20 Minuten ausschließlich im Kassenbereich des Marktes" auf. Die Kasse wollten die flauschigen Einbrecher wohl nicht plündern.

Der betroffene Bereich sei im Anschluss "umgehend erstgereinigt" worden. Zusätzlich erfolgt am Dienstag im Rahmen der bayerischen Feiertagsschließung eine weitere Reinigung. Auch der Parkplatz werde gesäubert. Offene Lebensmittel seien vorsorglich kontrolliert worden. "Für Penny steht die einwandfreie Qualität der Produkte eindeutig im Vordergrund", betont das Unternehmen.

Keine Folgen für den Schäfer

Zur Höhe des entstandenen Schadens möchte Penny keine Angaben machen. Eine weitere wichtige Klarstellung: "Es ist nicht beabsichtigt, gegen den Schäfer Forderungen zu stellen." Zunächst hieß es nämlich, dass der Schäfer für die Schäden aufkommen müsse.

Video geht im Netz viral - "War wohl Perwoll im Angebot"

Der tierische Zwischenstopp hat bundesweit für Schmunzler gesorgt - das Video von OSTHESSEN|NEWS ist in den sozialen Medien viral gegangen. Unter unserem Video auf Facebook gab es bis Dienstagnachmittag über 1.500 Kommentare. Die meisten User kommentieren den wolligen Besuch äußerst humorvoll: "Jetzt macht der Satz 'Dann geh doch zu Penny' endlich Sinn" oder "War wohl Perwoll im Angebot." Eine weitere Leserin schreibt: "Die benehmen sich gesitteter beim Reingehen als so mancher Zweibeiner bei neuen Angeboten...". Viele sind sich auch einig, dass die Aktion ein toller Werbe-Gag wäre. "Müsste Penny als Werbung nutzen", schreibt jemand.

Zugleich weist der Discounter Spekulationen zurück, es könne sich um eine geplante Werbeaktion gehandelt haben. "Es handelt sich nicht um eine gesteuerte PR-Aktion. Eher nach dem Motto: So spielt das Leben", heißt es von Andreas Krämer. Auch wenn es natürlich zum Leitsatz des Unternehmens "Erstmal zu Penny" perfekt passen würde. (Emely Schrön) +++

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