Details zum Großbrand bei Boomex
Flammen unter Kontrolle - knapp 200 Retter im Einsatz - Ursache unklar
Fotos: Marvin Myketin/Julia Schuchardt/Laura Struppe
31.12.2025 / ALSFELD -
Gegen 12 Uhr geben die Verantwortlichen erste weitreichende Informationen zu dem Großeinsatz bekannt. Demnach sind etwa 150 Feuerwehrleute und 40 Einheiten des Rettungsdienstes, wie auch weiterer Betreuungskräfte vor Ort im Einsatz, die sich um das Personal kümmern. 20 bis 30 Personen befanden sich im Gebäude, als das Feuer ausbrach. Alle konnten sich retten. Verletzt wurde bislang zum Glück niemand.
"Wir wussten, die Lage könnte prekär sein"
Daniel Schäfer, Stadtbrandinspektor der Alsfelder Feuerwehr sagt vor dem OSTHESSEN|NEWS-Mikrofon: "Wir sind um 09:43 Uhr zu einem Brand in der Lagerhalle alarmiert worden, hier bei der Firma Boomex vor Ort. Wir wussten, dass das ein Betrieb ist, der Grillanzünder und ähnliches herstellt und daher die Lage ziemlich prekär sein könnte." Bereits auf der Anfahrt sahen die Kräfte die große schwarze Rauchwolke und erhöhten das Einsatzstichwort zu einer Großschadenslage. "Der Betrieb hat heute gearbeitet, das Personal hat aber vorbildlich die Halle geräumt. Als wir ankamen, wurde uns direkt mitgeteilt, dass alle aus dem Gebäude draußen sind."
Nachlöscharbeiten dauern an - Sperrungen bleiben bestehen
"Hier stehen zwei Lagerhallen von ungefähr 80 auf 30 Meter insgesamt im Vollbrand. Mittlerweile ist das Feuer unter Kontrolle", so Schäfer. Die Nachlöscharbeiten werden sich wohl über den gesamten Tag hinziehen. Auch die Sperrungen - wie etwa von der B49 - werden noch einige Stunden andauern. "Wir versuchen, die Einschränkungen zu minimieren und alles so schnell wie möglich wieder freizumachen."
"Glück im Unglück" - großes Lob von Landrat und Bürgermeister
Jens Mischak, Landrat des Vogelsbergkreises, war selbst zur Einsatzstelle geeilt und schnell vor Ort. Er lobt: "Die Einsatzkräfte haben vorbildlich gearbeitet, das hätte deutlich schlimmer ausgehen können. Wir hatten heute Glück im Unglück. Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten." Ähnlich klingen die Worte von Alsfelds Bürgermeister Stephan Paule: "Es ist von den eingesetzten Feuerwehren vorbildlich geholfen worden. Die Ursachenermittlung wird jetzt erstmal durch die Kriminalpolizei erfolgen. Gott sei Dank ist niemand zu Schaden gekommen und ich kann nur allen Helferinnen und Helfern danken."
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