Die gute Nachricht der Woche (16)

Vorschlag der Grünen: Guthaben verwaister Konten für soziale Zwecke nutzen

Eine Idee, wie man mehr Geld für soziale Projekte generieren könnte, haben die Grünen
Symbolbild: pixabay

20.09.2026 / REGION - Egal, wie aussichtslos manche Situationen erscheinen, möchten wir von OSTHESSEN|NEWS immer mal wieder daran erinnern, dass nicht alles so rabenschwarz und zappenduster ist, wie es einem manchmal erscheint.



Aus diesem Grund gibt es diese Serie: die gute Nachricht der Woche. Damit möchten wir die traurigen und schlechten Nachrichten keinesfalls herunterspielen, aber vielleicht ist es doch hilfreich, am Ende der Woche wenigstens eine positive Mitteilung zu lesen. Egal, ob diese Nachricht bei Ihnen Luftsprünge auslöst oder Ihnen nur ein Lächeln ins Gesicht zaubert, vielleicht hilft es ja, auch das Gute in der Welt nicht zu vergessen – und nicht alles als selbstverständlich anzusehen. Oder es regt Ihre eigene Fantasie und Kreativität an und Ihnen kommt selbst ein Geistesblitz, wie man Licht ins Dunkel bringen und eine "Weltverbesserung" auf den Weg bringen kann.

Heute geht es mal um das liebe Geld. Wie wir alle wissen, ist der Staat hoch verschuldet, finanziell klemmt es an allen Ecken und Enden. Eine wirklich gute Idee, wie man ohne große Verrenkungen größere Summen locker machen kann, haben jetzt die Grünen ins Spiel gebracht. Denn es gibt einen milliardenschweren ungehobenen Schatz: Auf zahllosen Bankkonten, deren Besitzer verstorben sind und die keine Angehörigen, Erben oder andere Berechtigten haben, schlummern tatsächlich große Summen. Wenn sich nämlich niemand findet, der Ansprüche auf solche Vermögen erhebt, fällt das Geld des verwaisten Kontos nach Ablauf einer bestimmten Frist an die Bank. Dieses ungenutzte Kapital, auch stille Konten genannt, soll dem Vorschlag der Grünen zufolge künftig für das Gemeinwohl verwendet werden können. Angedacht sind die finanzielle Förderung sozialer Projekte und gemeinnütziger Organisationen. Einen entsprechenden Antrag wollen die Grünen in den Bundestag einbringen.

Dass sei ein ganz pragmatischer Weg, sozialen Zusammenhalt und Innovationen zu stärken, und zwar ohne den Staatshaushalt zu belasten, hatte die finanzpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Katharina Beck, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin gesagt. Das Geld auf den verwaisten Bankkonten, Sparbüchern oder Wertpapierdepots soll dann für soziale Zwecke nutzbar werden, wenn es bei der betreffenden Bank über zehn Jahre keinen Kundenkontakt gegeben hat. Sollte der Kontoinhaber nachweislich verstorben sein und keine Erben ermittelt werden können, verkürzt sich diese Frist auf drei Jahre. Banken und Sparkassen sollen künftig gesetzlich dazu verpflichtet werden, solche inaktiven Konten zu melden. Wenn die Suche nach dem Kontoinhaber und eventuellen Erben erfolglos blieb, soll das Guthaben, dessen Gesamtsumme auf mehrere Milliarden geschätzt wird, in einen staatlich verwalteten Fonds fließen. Dabei sollen aber die Rechte der ursprünglichen Eigentümer vollständig geschützt werden. Melden sich zu einem späteren Zeitpunkt Eigentümer oder Erben doch noch und können ihre Berechtigung nachweisen, bekommen sie ihr Geld in voller Höhe zurückerstattet. (ci)+++

Auf verwaisten Konten sollen Milliardensummen schlummern



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