Die gute Nachricht der Woche (9)

Aufatmen für osthessische Natur: Windpark im "Gieseler Forst" gestoppt

Wenn der Wald brennt, zählt jeder Baum - und so wurde der Bau des Windparks im "Gieseler Forst" gestoppt. Für viele Menschen ist das ein wichtiges Zeichen, dass der ohnehin belasteten Natur nicht noch zusätzlicher Schaden zugefügt wird.
Symbolbild: O|N/Rene Kunze

13.07.2026 / REGION - Anhaltende Trockenheit, steigende Temperaturen und hohe Waldbrandgefahr - all das sind Gefahren für unsere Bäume. Doch auch wir Menschen sorgen für Bedrohungen unserer Wälder. So ist es nicht unüblich, dass Bäume für gewisse Projekte weichen müssen. Wir von OSTHESSEN|NEWS möchten aber daran erinnern, dass mit jeder negativen Nachricht auch etwas Positives auf der Welt passiert.



Aus diesem Grund startete diese Serie: die gute Nachricht der Woche. Damit möchten wir die traurigen und schlechten Nachrichten keinesfalls herunterreden, aber vielleicht hilft es, am Ende der Woche wenigstens eine positive Mitteilung zu empfangen. Egal, ob diese Nachricht bei Ihnen Luftsprünge auslöst oder Ihnen nur ein Lächeln ins Gesicht zaubert, vielleicht hilft es ja, auch das Gute in der Welt nicht zu vergessen - und nicht alles als selbstverständlich zu sehen.

Windparkanlage im "Gieseler Forst" vorerst verhindert

Trotz der angespannten Waldbrandlage gibt es in dieser Woche auch eine positive Entwicklung aus der Region: Der geplante Windpark auf der "Steinernen Platte" zwischen Fulda-Oberrode und Großenlüder-Kleinlüder (Kreis Fulda) im "Gieseler Forst" wurde gestoppt. Wie die Bürgerinitiative "Schutzkreis Gieseler Wald" mitteilte, wurden die Pläne der bekannten Firma JUWI" aus Wörrstadt (Rheinland-Pfalz) eingestellt. Damit bleibt das betroffene Waldgebiet vorerst erhalten - ein wichtiges Signal für viele Bürgerinnen und Bürger, die sich seit Jahren für den Schutz des Forstes einsetzen.

Die Entscheidung bedeutet jedoch nicht das endgültige Aus: "Wir haben die erste Schlacht gewonnen, den Krieg aber noch nicht. Da Juwi gesagt hat, aus wirtschaftlicher Sicht lohne sich das nicht, geht all das zurück an Hessen Forst. Jetzt besteht die Möglichkeit, dass sich andere Unternehmen melden", so Arnhold W. Blumenthal, zweiter Vorsitzender der Bürgerinitiative und Verantwortlicher der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, am Freitagmorgen gegenüber O|N. Dennoch überwiegt bei vielen Menschen die Erleichterung, dass der Wald nicht kurzfristig für den Bau von Windkraftanlagen gerodet wird.

Am Ende bleibt trotz aller Sorgen um Trockenheit und Waldbrandgefahr ein wichtiger Gedanke: Unsere Wälder sind wertvolle Lebensräume - für Tiere, Pflanzen und für uns Menschen. Jede Entscheidung, die ihnen zusätzlichen Schaden erspart, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Der Stopp des Windparks zeigt, dass die Natur nicht immer verlieren muss. Und vielleicht hilft genau diese Nachricht dabei, sich bewusst zu machen, wie wichtig es ist, das, was uns schützt, ebenfalls zu schützen. (Mia Schmitt) +++

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