Gastronomie, Biergarten, Hotel

Noch vor der Eröffnung: Exklusiv-Einblicke ins Waldschlösschen

Das traditionsreiche Waldschlösschen im Fuldaer Nordend steht kurz vor der Wiedereröffnung. Jahrelang stand das Gebäude leer, der Gewölbekeller diente allenfalls als Abstellraum, im Biergarten wucherte das Unkraut zwischen den Platten.
Fotos: Carina Jirsch

07.07.2026 / FULDA - Das traditionsreiche Waldschlösschen im Fuldaer Nordend steht kurz vor der Wiedereröffnung. Jahrelang stand das Gebäude leer, der Gewölbekeller diente allenfalls als Abstellraum, im Biergarten wucherte das Unkraut zwischen den Platten. OSTHESSEN|NEWS konnte exklusiv einen ersten Blick in das neue Schmuckstück werfen. "Wir sind ganz erwartungsfroh – was lange währt, wird endlich gut", sagt Investor Martin Geisendörfer im Gespräch mit unserem Reporter vor Ort.



Los geht es am Donnerstag mit dem Soft-Opening mit Gaststätte, Biergarten und Hotel. Die vollständige Eröffnung inklusive Eventbereich ist noch im Sommer 2026 geplant. Das Hotel bietet 25 Zimmer, die Gaststätte 110 Sitzplätze, der Biergarten rund 120 weitere im Freien. Dazu kommt ein Event- und Tagungsbereich im Erdgeschoss. Für die Lage sprechen vor allem die Nähe zu Bahnhof und Innenstadt sowie der Blick ins Grüne. Bereits zum Hessentag konnten erste Gäste begrüßt werden.

Hinter dem Projekt stehen zwei Unternehmerfamilien: Geisendörfer und Burg. Für den Service im Wirtshaus ist Jens Kern verantwortlich, den viele Fuldaer noch vom Bratwurstglöckle kennen – extra für dieses Projekt ist er nach sechs Jahren in der Schweiz zurück in seine Heimatstadt gezogen. "Hier wurde ein Gesicht für die Gaststätte gesucht, und dann haben sie mich gefunden", erzählt Kern. "Darauf bin ich sehr stolz."

Das erwartet Feinschmecker

In Kooperation mit der Augustiner-Brauerei setzt das Waldschlösschen auf traditionelle deutsche Küche – vom Schweinebraten mit Kloß bis zur Weißwurst und zum ungarischen Gulasch. Herzstück des Hauses ist der alte Gewölbekeller aus der historischen Bauzeit, der aufwendig reaktiviert wurde. Die denkmalgeschützte Fassade blieb erhalten, das Innere wurde komplett neu gestaltet. Unter dem Haus verlaufen zudem alte Tunnel, die eigens für Fledermäuse zugänglich gehalten wurden – ein Zugeständnis an den Artenschutz, das rund 140.000 Euro gekostet hat.

Bis hierhin war es kein einfacher Weg. Bereits 2022 wurde der Plan öffentlich, 2023 legten Anwohner Einspruch gegen den Bebauungsplan ein: Kritisiert wurden unter anderem gefällte Bäume und ein aus ihrer Sicht fehlendes sozial- und umweltverträgliches Konzept. Mittlerweile habe sich das Verhältnis zur Nachbarschaft spürbar entspannt – auch dank zahlreicher persönlicher Gespräche der Investoren mit den direkten Anwohnern – wie Geisendörfer erzählt. Und letztlich wurde das Areal auch ordentlich aufgewertet. Das Waldschlösschen ist eben ein Schmuckstück.

Rund dreieinhalb Jahre nach den ersten offiziellen Plänen steht die Eröffnung nun bevor. OSTHESSEN|NEWS wird in den kommenden Tagen weiter berichten – jetzt können Sie, liebe Leserinnen und Leser, sich schon durch die Impressionen von Carina Jirsch klicken. (Moritz Bindewald) +++

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